Wertentwicklungsanalyse der Fonds für Aktien aus dem Telekom- und Medienbereich
Experten setzen auf Walt Disney

Am besten schneiden jene Strategen ab, die den Anlageschwerpunkt auf den Unterhaltungsbereich legen.

HB FRANKFURT/M. Ein deftiger Wertverlust reicht dem CB Media & Entertainment Fund A immer noch zum zweiten Platz unter 42 Aktienfonds für Titel aus den Bereichen Telekommunikation und Medien. Der Indexfonds der neu gegründeten Commerzbank-Tochter Cominvest Asset Management büßte in den vergangenen 12 Monaten per Ende September 23,09 % ein.

Laut Fondsmanagerin Karin Peters bildet das Produkt einen Index ab, der aus den beiden FTSE-Branchenindizes Freizeit, Unterhaltung und Hotels sowie Medien and Fotografie besteht. Die relativ gute Performance der Unterhaltungsbereiche, die 47 % des Fondsvermögens ausmachten, habe den Fonds vor Schlimmerem bewahrt.

Der konstruierte Index werde nahezu zu 100 % abgebildet. Aktuell sind nach Angaben der Fondsmanagerin 97 der 118-Indexwerte im Fonds enthalten, was über 99,6 % der Indexkapitalisierung ausmache. Mit 63 % stamme das Gros der Aktien aus den USA. Entsprechend seien der Medienkonzern Viacom mit 10 %, AOL Time Warner mit 8 % und der Unterhaltungs- und Medienkonzern Walt Disney mit 5 % die größten Einzelpositionen. Der einzige deutsche Wert ist nach Angabe von Peters der Tourismuskonzern TUI mit einer Fondsquote von weniger als 1 %.

Die deutlichsten Veränderungen in der jüngeren Zeit hätten sich bei Vivendi ergeben. Wegen der starken Kursverluste sei der Anteil auf 2 % gesunken, und auch das Gewicht Frankreichs im Fonds habe sich seit Dezember 2001 auf rund 4 % etwa halbiert. Inzwischen sei außer Viacom mit 11 % Fondsanteil keine andere Aktie mit über 10 % im Index vertreten.

Eine defensive Ausrichtung begrenzte die Verluste beim DIT-Medienfonds auf 32,39 %. Dies brachte dem Fonds der Tochter der Allianz Dresdner Asset Management auf Platz neun. "Wir sind deutlich übergewichtet bei Verlagshäusern, die sich auf Sachpublikationen und Bildung konzentrieren, da diese relativ konjunkturresistent sind", erklärt Fondsmanager Gareth Thomas, der den Fonds von London aus steuert. Zu seinen Favoriten in diesem Bereich gehöre der Wert Mc Graw Hill, der vor allem im Bildungswesen stark aufgestellt sei, aber auch die renommierte Rating-Agentur Standard & Poor?s besitze. Die Aktie mache derzeit fast 5 % des Fondsvermögens aus.

Ebenfalls übergewichtet seien die Pearson-Aktie, Reed Elsevier und der niederländische Verlag Walters Kluwer. Das Aktien-Trio vereine über 6 % der Fondsgelder auf sich. Die im DIT-Medienfonds mit je 10 % absolut am höchsten gewichteten Aktien Viacom und AOL machten dagegen einen deutlich geringeren Anteil aus als ihr Gewicht im MSCI-Vergleichsindex. Der Grund auch hier: Die gesetzliche Obergrenze von 10 % pro Einzeltitel. Während Fondsmanger Thomas laut seinem Kommentar wegen des starken Managments, hoher Margen und geringen Kosten bei Viacom zukaufen würde, sieht er bei AOL derzeit eher die Probleme im Vordergrund.

Im stark konjunktursensiblen TV-Bereich sieht der DIT-Manager derzeit eher die möglichen Risiken. Auch wenn sich US-Medientitel im Vergleich zu europäischen Konkurrenten besser gehalten hätten und von einem Mediencrash in den USA keine Rede sein könne, seien die Perspektiven für das Anzeigengeschäft unklar. Bei einzelnen europäischen Unternehmen, wie etwa dem gebeutelten französischen Konzern Vivendi, habe er zuletzt zugekauft. Im derzeitigen Kursniveau sei das Risiko einer Pleite enthalten. Einen Konkurs erwarte er aber nicht.

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