Wertentwicklungsanalyse der Fonds für Hochzinsanleihen
BB-Invest geht in Ungarn auf Renditejagd

Hochzinsanleihen bieten keine Garantie für den Anlageerfolg. Das belegt die aktuelle Performanceübersicht der darauf spezialisierten Fonds. Produkte mit Schwerpunkt Osteuropa stehen in der Hitliste zwar ganz oben, andere Fonds haben in den vergangenen zwölf Monaten jedoch hohe Verluste eingefahren.

HB/VWD FRANKFURT/M. Nach den starken Gewinnen mit tschechischen Anleihen liegen die größeren Chancen jetzt bei ungarischen Forint-Titeln. Diesen Schluss legen die Aussagen von zwei Fondsmanagern nahe, die sich auf osteuropäische Anleihen konzentrieren. Beide schneiden im Konkurrenzvergleich der insgesamt 153 auf Hochzinsanleihen ausgerichteten Produkte gut ab. Der KB Lux Bond Fund Chech Koruna liegt mit einem Zwölfmonats-Plus von 24,13 % auf dem ersten Platz. Der BB-Multizins-Invest kommt mit einem Wertzuwachs von 8,88 % auf den zehnten Platz.

Matthias-Leonhard Lang betreut den erst genannten Fonds der zur Kredietbank Luxemburg gehörenden Gesellschaft Kredietrust. Wie Lang informiert, will das Produkt Anlegern einen Zugang zu Kronen-Anleihen mit einem Rating besser als A+ bieten. Eine Absicherung des Währungsrisikos sei nicht vorgesehen.

Um die Aufwertung der eigenen Währung zu bremsen, senkte die tschechische Zentralbank Ende Juni den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte auf 3 %. Da nun fast die gesamte Renditekurve Tschechiens unterhalb des Niveaus in Euroland liege, ist nach Ansicht des Fondsmanagers die Annäherung des Landes an die Europäische Union bereits großteils in den Kursen berücksichtigt. Euro-Anleger profitierten Lang zufolge vom Kursanstieg der Krone.

Der Fonds sei derzeit lediglich mit 23 % der Mittel in Staatsanleihen engagiert und bevorzuge Euro-Bonds in Tschechischer Krone von ausländischen Emittenten.

Von Zinsrückgängen profitieren

Fondsmanager Oliver Borgis von BB-Invest will mit dem BB-Multizins-Invest am Annäherungsprozess der EU-Beitrittskandidaten partizipieren. Dabei sollen die sich durch Zinsrückgänge ergebenden Kursgewinne bei den Anleihen ausgenutzt werden. Durch aktive Engagements auf der Währungsseite will der Fondsmanager zusätzliche Performance-Punkte sammeln. Im Vordergrund stünden dabei die staatlichen Emittenten.

"Für uns bleibt Ungarn die Nummer eins in diesem Annäherungsprozess", sagt Borgis von der Fondstochter der Bankgesellschaft Berlin BB-Invest. Wegen anziehender Inflationsraten habe die Notenbank in den vergangenen zwei Monaten zwar die Zinsen erhöht. Da sich jedoch die Preise inzwischen wieder rückläufig entwickelten und er nun wieder mit Zinssenkungen rechne, habe er die zwischenzeitlich ebenfalls gestiegenen Renditen am ungarischen Rentenmarkt für verstärkte Zukäufe genutzt. Die Portfolioquote der Forint-Anleihen sei von 30 auf derzeit 38 % erhöht worden. Vornehmlich baut Borgis dabei auf Staatsanleihen. Als Beimischung dienen ihm Emissionen der Deutschen Bank oder der Bank Austria.

Gewissermaßen im Gegenzug wurden laut Borgis die Bestände in Polen nach einer sehr erfreulichen Entwicklung von 30 auf derzeit 18 % abgebaut. Weitere 18 % des verwalteten Vermögens entfielen zurzeit auf festverzinsliche Papiere in slowakischer Krone.

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