Wertentwicklungsanalyse der gemischten Fonds mit flexibler Anlagestrategie
Barclays Bank zählt zu den Aktienfavoriten

"Die Hoffnung auf eine Börsenerholung ist nicht durch Unternehmenszahlen gedeckt", meint Werner G. Schleber skeptisch. Auch für die kommenden Monate sieht der Berater des Oppenheim Spezial III keinen Hoffnungsschimmer. Der Fonds, aufgelegt von der Investmentgesellschaft des Bankhauses Oppenheim, wird von der Schleber Finanz GmbH, -Consult München, betreut. Er liegt mit einem Zwölfmonats-Wertverlust per Ende Oktober von 5,82 % auf Rang fünf unter 192 gemischten Fonds mit flexibler Anlagestrategie. Zu dieser Gruppe gehören jene gemischten Fonds, die ihre Gelder entweder hälftig in Aktien und Zinsanlagen investieren oder sich bei ihrer Portfoliostruktur keine Beschränkungen auferlegen.

HB/vwd FRANKFURT/M. Der Oppenheim Spezial III hält laut Schleber 66 % der Gelder in Rentenpapieren und 14 % in Aktien, die übrigen Mittel als Kassenbestand. Aktien- und Rentenanteile könne er beliebig variieren. Er gestalte seine Anlagepolitik jedoch grundsätzlich defensiv. Die Fondsmittel würden weltweit investiert.

Im britischen und US-Markt sieht Schleber mittelfristig das höchste Potenzial. Die Aktie der britischen Bank Barclays sei mit über 1 % Fondsquote die größte Einzelposition, gefolgt vom US-Getränkehersteller Pepsico mit ähnlicher Gewichtung. Beide Unternehmen schätzt der Fondsberater nach seiner Darstellung wegen ihres Managements und der Marktaussichten.

"Wir legen Wert auf die Vermeidung von großen Einzelrisiken", begründet Schleber die breite Streuung der Anlagegelder. Größere Börsenbewegungen in eine Richtung hielten derzeit nur wenige Wochen oder Tage an. Von einer schlecht laufenden Aktie mit unter 1 % Anteil verabschiede man sich leichter als von einer mit beispielsweise 7 %.

Vom japanischen Markt sei lediglich die Aktie Fast Retailing im Portfolio vertreten. Die Textilfirma produziere in China und sei mit ihrem Niedrigpreiskonzept mit dem schwedischen Konzern Hennes & Mauritz vergleichbar. In Schlebers Augen verfügt das Unternehmen über eine "schlüssige Expansionsstrategie". In England habe Fast Retailing schon Filialen eröffnet. Anfang des Jahres trennte sich Schleber nach seiner Darstellung von allen anderen japanischen Aktien. Als Gründe nennt er vor allem die Bankenkrise. Auch der Regierung Koizumi traue er wenig zu.

Fondsmanager ist skeptisch zur Entwicklung des Aktienmarktes

Die Entwicklung des deutschen Aktienmarktes für 2002 sieht der Berater skeptisch: "Eine Euphorie ist durch Zahlen nicht gedeckt." Er warte auf das Ende des "Zickzackkurses", bevor er sich wieder stärker engagiere. Anfang des Jahres trennte sich Schleber nach eigener Darstellung von Werten wie Deutsche Bank und Siemens. Einziges deutsches Papier im Fonds sei der Nebenwert der Münchner CCR Logistics Systems. Das Unternehmen entsorge mit einem Franchising-Konzept Altautos. Verträge bestünden mit VW und anderen Autoherstellern.

An Rentenpapieren bevorzuge er Titel aus dem Euroland mit langen Restlaufzeiten. Ein größerer Anteil entfalle unter anderem auf österreichische Staatsanleihen. Auch dänische Papiere seien berücksichtigt.

Eine andere Strategie verfolgt der von PEH Wertpapier AG aufgelegte und von der Invera GmbH, Paderborn, betreute Ideal Invest-Ideal Global. Der Mischfonds, der keine Anleihen hält, belegt mit-61,19 % den vorletzten Platz im Vergleich.

"Anleihen halten wir nur kurzfristig; im Oktober sind aber kurzfristig 60 % der Fondsmittel im Geldmarkt investiert gewesen", erläutert Berater Alexander Agehten. Da der Fonds ausschließlich in Wachstumswerte investiere, sei er nur für risikobewusste Anleger interessant. "Das Waterloo bei den Technologieaktien macht vor keinem entsprechenden Fonds halt", ergänzt er.

Unter den Einzelwerten sei die australische Beteiligungsfirma Ecat Development mit 8 % am Gesamtvolumen die stärkste Position. Die hohe Gewichtung rührt vom positiven Kursverlauf. Seit dem Kauf sei die Aktie um 250 % gestiegen. "Die Technologieaktie Aixtron vom Neuen Markt sei derzeit mit über 7 % berücksichtigt, gefolgt vom Biotechunternehmen Qiagen mit 6 %.

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