Wertentwicklungsanalyse der gemischten Fonds mit flexibler Anlagestrategie
Deutsche Nebenwerte sind gefragt

Es sind die deutschen Nebenwerte aus dem MDax und dem SDax, mit denen Ulrich Kaffarnik die Klippen der anhaltend schlechten Börsenstimmung zu umschiffen versucht.

7.8.2001 HB/vwd FRANKFURT/M. Kaffarnik arbeitet im Fondsmanagement des von der luxemburgischen Franken Invest International S.A. aufgelegten FI Lux Select, der unter 182 flexiblen Mischfonds mit einem Zwölfmonats-Wertgewinn per Ende Juni von 9,95% den siebten Rang belegt. "Flexibel" bedeutet, dass diese gemischten Fonds jeweils zur Hälfte in Aktien und Anleihen investieren oder bei der Aufteilung des Fondsvermögens keinerlei Beschränkungen unterliegen.

Der FI Lux Select investiert 60 % des Fondsvermögens in Aktien, davon die Hälfte in deutsche Nebenwerte. Allein 6,4% sind in die Anteilsscheine der Allianz Leben investiert. "Hier gibt es Abfindungsphantasien, die den Börsenkurs noch über den jetzigen Stand bringen werden", sagt Kaffarnik. Weitere größere Portfolio-Positionen sind der Mannheimer Baukonzern Bilfinger & Berger (4,6%), der Maschinenbauer Koenig & Bauer (4%) und der Hersteller von Getränkeabfüllanlagen Krones (3 %). All diese Titel seien zwar "langweilig aber sehr solide", meint der Fondsmanager. Der Markt für Nebenwerte sei relativ unterbewertet und biete gute Gewinnchancen.

Mit einer Aktiengewichtung von ebenfalls 60% erreicht der HIS US Dollar der Züricher Helaba Investment einen Zwölfmonats-Wertzuwachs von 9,22 % und kommt damit unter den untersuchten Mischfonds auf Rang neun. Im Gegensatz zum FI Lux Select investiert dieser Fonds ausschließlich in US-Aktien- und Rentenpapiere. Daher empfiehlt Manager Hans-Georg Sprengler seinen Fonds vor allem als Währungsbeimischung im Depot. Rund 35% des Fondsvermögens sind in Konsumtiteln wie Avon, Procter & Gamble, Kellogs, Zyklika, Goodwill, ITT oder CSX, rund 15% in Technologiewerte und rund 10% in Biotech-Aktien investiert.

Optimistisch für die PC-Hersteller-Branche

Seit einigen Monaten kauft Sprengler wieder. Insgesamt will er den Aktienanteil auf bis zu 65% aufstocken. Optimistisch sieht der Experte beispielsweise die PC-Hersteller-Branche: "Sicherlich bleibt es noch einige Quartale schwierig. Doch ich erwarte insbesondere bei Laptops ein hohes Wachstum". In den USA sei die Erholung schon im vollen Gange. Allerdings drücke der noch rückläufige europäische Absatzmarkt die positiven Ergebnisse. Sprengler setzt auf Werte wie Apple und Dell. Aus der Chip-Branche hat er den führenden Hersteller Micron Technology mit einem Fondsanteil von 3,84% relativ stark gewichtet. Eine weitere größere Position im Portfolio ist der EDV Electronic Data Systems-Dienstleister (3,28%).

Bei den Renten interessieren den HIS-Fondsmanager derzeit nur stark kapitalisierte und konsumentennahe Unternehmen. Der 35-prozentige Rentenanteil in dem Helaba-Mischfonds besteht daher zu 25% aus US-Blue-Chip-Anleihen mit mindestens einem A-Rating und nur zu 10% aus US-Staatsanleihen.

Sprengler erwartet bei den Blue Chips Renditen zwischen 5,7 und 6,5 %. Seine Favoriten sind Titel von General Electric, Heinz, IBM, Walmart und Walt Disney. Bei den US-Treasury habe er in Anleihen investiert, die bis 2009 laufen. Hier erwartet er höhere Renditen als bei den kürzeren Laufzeiten.

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