Wertentwicklungsanalyse der gemischten Fonds mit offensiver Anlagestrategie
Allianz-Strategin greift bei Aktien aus dem Telekombereich zu

Allianz-Fondsmanagerin Annette Lehneke-Sharma nutzte die gesunkenen Aktienkurse nach den Terroranschlägen vom 11. September für Zukäufe.

FRANKFURT/M. Sie bestimmt die Strategie des Allianz Flexi Euro Wachstum. Dieser gemischte Fonds liegt mit einer Zwölfmonats-Wertentwicklung von-15,76 % per Ende August unter 59 gemischten Fonds mit offensiver Anlageausrichtung auf Rang sechs-.

Als "offensiv" gelten jene gemischten Fonds, die vorwiegend in Aktien investieren. Der ausschließlich in Euroland anlegende Allianz-Fonds ist nach Darstellung der Managerin bei neutraler Ausrichtung im Verhältnis 70 zu 30 in Aktien und Anleihen investiert. "Wir waren das ganze Jahr über knapp neutral in Aktien investiert, und haben die Quote, die nach den Anschlägen durch die Kursverluste automatisch unter die Marke von 70 % gerutscht war, durch Zukäufe wieder auf das neutrale Niveau angehoben", erklärt Lehneke-Sharma. Auf der Kaufliste standen nach ihrer Darstellung insbesondere Telekomwerte. Sie habe das extrem niedrige Bewertungsniveau beispielsweise von Telekom Italia und Deutsche Telekom genutzt, um die Telekomquote im Portfolio von "deutlich untergewichtet" auf "neutral" zu erhöhen. Insgesamt aber liege der Schwerpunkt nach wie vor bei defensiven Branchen wie Pharma, Konsumgüter und Versorger.

Bei den Anleihen verfolge man seit dem 11. September eine deutlich defensivere Strategie. Das Übergewicht von Anleihen mit längeren Laufzeiten sei abgebaut worden. Zuletzt zugekauft zu Lasten von Staatsanleihen habe man Pfandbriefe, die derzeit Nachholbedarf gegenüber Staatstiteln hätten.

Mit einem Wertverlust von 18,8 % rangiert der weltweit, jedoch mit Schwerpunkt in Europa anlegende JPM Euro Capital Appreciation Fund auf Rang zehn. Bei neutraler Ausrichtung liege die Aktien/Renten-Quote bei 75 zu 25, erklärt Fondsmanager Gabriel Ximenez-de-Embun vom J.P. Morgan Fleming Asset Management in London. Derzeit seien Aktien "neutral" bis "leicht untergewichtet" eingestuft. Europäische Titel seien im Portfolio vergleichsweise stark berücksichtigt, amerikanische dagegen eher unterrepräsentiert.

Weil er mittelfristig weiteres Rückschlagpotenzial auf Grund der globalen Konjunkturschwäche befürchtet, denkt Ximenez-de-Embun derzeit nicht daran, die Aktienquote wieder anzuheben: "Die Weltwirtschaft befindet sich vielleicht in einer ihrer schwersten Schwächephasen seit Jahrzehnten." Daher rechne er sowohl in den USA als auch in Europa mit weiter fallenden Renditen, so dass er im Anleihebereich überwiegend längere Laufzeiten wähle.

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