Wertentwicklungsanalyse der gemischten Fonds mit offensiver Anlagestrategie
Gemischte Fonds: Swissca kauft Chemie- und Maschinenbautitel

Alexandra Sieber rechnet erst im nächsten Jahr mit besserer Aktienmarktstimmung. Die Fondsmanagerin der Swissca, eine Tochter der schweizerischen Kantonalbanken, betreut mit Beat Gerber den Swissca Valca.

HB/vwd FRANKFURT/M. Sie hat das Produkt nach eigenen Angaben mit 68% Aktien bestückt - das entspreche ihrer neutralen Ausrichtung. Der Swissca Valca kommt dank eines Zwölfmonatsverlustes per Ende Juni von nur 2,38% auf Rang vier unter 58 gemischten Fonds mit offensiver Anlagepolitik. "Offensiv" bedeutet, dass diese gemischten Fonds, die in Aktien und Anleihen investieren können, den Schwerpunkt regelmäßig bei Aktien setzen.

Allein die Hälfte des Fondsvermögens sei immer in eidgenössischen Aktien investiert. Übergewichtet seien derzeit etwa konjunktursensible Werte wie die Chemietitel Ciba und Clariant und die Maschinenbauaktien Georg Fischer und Bobst. Alle diese schweizerischen Werte dürften laut Sieber bei besser laufender Wirtschaft profitieren.

Auch substanzorientierten Aktien wie dem Transportwert West Japan Railway aus Japan, Medien- und Broadcastingaktien wie der niederländischen Elsevier sowie der schweizerischen Publigroup oder Luxusgüteraktien wie Swatch räume sie größeren Raum ein. Dagegen seien Öl- und Technologiewerte untergewichtet. "In den Ölwerten sind die guten Meldung jetzt in den Kursen enthalten. Technologiewerte dürften noch einige Zeit unter Kapazitätsüberhängen leiden", erklärt Sieber.

Gute Unternehmensanleihen werden favorisiert

Auf der Rentenseite setze man überwiegend auf gute Unternehmensanleihen. Sieber vertraut nach eigenen Angaben auf Eurotitel - wegen des höheren Renditeniveaus im Vergleich zu Franken-Bonds.

Patrik Scheuber von der Züricher Swiss Life kann sich bis zum Jahresende leicht steigende Kapitalmarktzinsen vorstellen. In dem von ihm gemanagten Swiss Life Funds (Lux) Portfolio Global Growth (CHF) hält er daher nach eigenen Angaben ein Anleihequote von nur 20%. Ein neutraler Anleihen/Aktien-Mix sei für ihn 30 zu 70%. Der Fonds rangiert mit - 5,78% auf Rang acht.

Leicht übergewichtet sei der Fonds mit aktuell 72% bei Aktien, die Scheuber zufolge während des Vorjahres im Portfolio unterrepräsentiert waren. Er vertraut auf die expansive Geldpolitik der US-Notenbank: "Vielleicht erhöhe ich die Aktienquote in nächster Zeit in Schwächephasen sogar noch weiter in Richtung 80%." Er rechne nämlich fest mit einer Entspannung der wirtschaftlichen Situation in den USA zu Beginn des kommenden Jahres. Im Vergleich zum Vorjahr habe er die sehr vorsichtige Ausrichtung seines Aktienportfolios aufgegeben. Anteile an defensiven Branchen wie Pharma, Finanzen und Nahrungsmittel wurden deutlich zu Gunsten konjunktursensibler Aktien wie der französischen Lafarge oder der niederländischen DSMreduziert, sagt Scheuber. Untergewichtet bleibe er aber bei Technologiewerten.

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