Wertentwicklungsanalyse der größten Branchenfonds
Pfizer und Amgen sind Favoriten der Fondsmanager

Emil Dörig will die Quote der Biotech-Werte im CS-Fonds von jetzt rund 6 % auf maximal 10 % erhöhen. Die Aktien hätten sich in der jüngsten Zeit zwar gut entwickelt. Aber der CS-Fonds sei mit seiner Grundausrichtung auf Pharma-Aktien ein defensives Produkt.

HB/vwd FRANKFURT/M. Er will die Quote der Biotech-Werte im Fonds von jetzt rund 6 % auf maximal 10 % erhöhen: Emil Dörig, Manager des CS Equity Fund - Global Pharma von Credit Suisse Asset Management. Die Aktien hätten sich in der jüngsten Zeit zwar gut entwickelt, sagt er. Aber der CS-Fonds sei mit seiner Grundausrichtung auf Pharma-Aktien ein defensives Produkt. Außerdem sind die Biotech-Titel laut Dörig anfälliger für Gewinnmitnahmen geworden. Der CS-Fonds belegt mit einem Zwölfmonats-Wertverlust von 36,14 % per Ende März Platz zwei unter den zehn größten Branchenfonds bzw. Rang 130 unter allen 524 in Deutschland zugelassenen Branchenfonds.

Dörig konzentriert die Fondsgelder nach eigenen Angaben auf wenige Titel. Aktuell seien im CS Global Pharma 31 Titel enthalten. In diesem Jahr sieht der Manager zahlreiche Pharma-Hersteller wegen des Ablaufs von Patenten für wichtige Produkte unter Druck, was wiederum die Hersteller von Generika (günstige Nachahmerpräparate) auf den Plan rufen werde. In Europa betreffe dies vor allem den britischen Pharmakonzern Glaxo Smithkline, in den USA Merck, Bristol Myers Squibb und Schering Plough. Deshalb setze er bei der Titelauswahl vor allem auf solche Aktien, die von dem zu erwartenden Generika-Preisdruck verschont bleiben dürften.

Als Beispiel nennt Dörig die Schweizer Novartis, die selber zum Teil in dem Geschäftsbereich Generika tätig sei. Die Aktie zähle mit rund 7 % zu den größten Positionen im Fonds. Der US-Pharma-Gigant Pfizer sei sogar mit 16 % berücksichtigt - und damit größte Einzelposition. Auch wenn die Kursentwicklung enttäuschend sei, verfüge der Konzern über viele Block-Buster, also über Medikamente mit einem Jahresumsatz von über einer Milliarde US-Dollar. Zudem sei die Aktie inzwischen günstig bewertet.

Vorwiegend auf Biotech-Werte eingeschworen ist dagegen Nicole Körtge, Managerin des DIT-Biotechnologie. "Der Biotech-Sektor erweist sich derzeit als sicherer Hafen", blickt sie auf die Kursgewinne im März und April zurück. Das hat den Fonds der zur Allianz zugehörigen Gesellschaft allerdings nicht vor hohen Wertverlusten geschützt: minus 40,82 % steht zu Buche. Das reicht aber noch für einen der vorderen Plätze unter den größten zehn Branchenfonds.

"Die meisten Biotech-Unternehmen haben für das erste Quartal gute Zahlen vorgelegt, und im Gegensatz zu vielen anderen Branchen haben die meisten auch Ausblicke auf das Gesamtjahr gegeben", gibt sich die DIT-Fondsmanagerin optimistisch. Sie erwartet in diesem Jahr keine bösen Überraschungen bei der Gewinnentwicklung der großen Firmen. Die Top-Favoriten im Fonds, Gilead Sciences, Amgen und Genzyme, hätten positiv berichtet, was den Kursen Auftrieb gegeben habe. Das Aktientrio sei mit 26 % im Fonds gewichtet.

Gilead profitiere von den alleinigen Vermarktungsrechten für das HIV-Medikament Viread. Branchenführer Amgen habe auf einem Dermatologen-Kongress vor zwei Monaten "hervorragende Daten" für das Medikament Enbrel vorgelegt, das offenbar auch gegen Schuppenflechte wirksam sei.

Die Tabelle enthält keine Fonds-Ratings. Da die Produkte sehr unterschiedliche Anlagepolitiken verfolgen, wäre eine vergleichende Bewertung wenig aussagekräftig.

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