Wertentwicklungsanalyse der größten Branchenfonds
UBS schwört auf Immunex-Aktie

Mit den Branchenfonds soll es wieder aufwärts gehen. Das ist zumindest die Hoffnung der verantwortlichen Portfoliomanager. Im Biotechbereich setzen sie Strategen vor allem auf neue Medikamente. Die Halbleiterbranche könnte vom erwarteten Konjunkturaufschwung profitieren.

FRANKFURT/M. Die Kursschwankungen der Biotechnologieaktien werden kurzfristig hoch bleiben, warnt Liana Moussatos. Dennoch glaubt die in New York residierende Fondsmanagerin des schweizerischen Finanzkonzerns UBS an die langfristigen Chancen dieser Titel. Der von ihr betreute UBS (Lux) Equity Fund - Biotech zählt zu den zehn größten Branchenfonds (Tabelle). Er verlor in den zwölf Monaten per Ende Januar um 19,95 % an Wert und liegt damit auf Rang 166 unter allen 394 Aktienfonds mit Sektorenausrichtung.

"Die Biotechbranche ist gerade einmal 26 Jahre alt, man kann sagen, dass sie sich noch in einer frühen Entwicklungsphase befindet", erklärt die Fondsmanagerin mit Blick auf die eher dürftige Profitabilität. Nach wie vor erwirtschafteten lediglich 20 % der Biotech-Unternehmen Gewinne. Deshalb dürfe die Gewinnfrage nicht das maßgebliche Kriterium für den Kauf einer Aktie sein. Es komme vielmehr auf das Wachstum an und ob ein Unternehmen Präparate in der klinischen Testphase habe.

Derzeit sind Moussatos zufolge im Biotech-Fonds vor allem Aktien von Unternehmen enthalten, die in der Forschung, Produktentwicklung, Herstellung sowie im Vertrieb im Biotech-Bereich sind. Als Risiko mindernde Beimischung habe sie 5 % der Gelder in Pharmaunternehmen investiert.

Nummer eins im Depot sei US-Marktführer Amgen mit einem Anteil von fast 10 %. "Nach der Übernahme von Immunex wird Amgen eine herausragende Stellung bei Arthritis-Medikamenten innehaben", schwärmt die Managerin. Der Wirkstoff Enbrel sei "ein Blockbuster" mit hohem Umsatzpotenzial. Entsprechend dieser positiven Einschätzung liege die Immunex-Aktie mit einer Fondsquote von über 6 % auf Platz zwei der größten Positionen.

Auf Platz drei rangiere mit knapp 5 % das ebenfalls amerikanische Biotech-Unternehmen Medimmune. Das Unternehmen habe die Übernahme des Impfstoffherstellers Aviron abgeschlossen. Im Portfolio dominierten Aktien von US-Unternehmen mit über 90 %.

"Ein phantastisches Wachstum", prognostiziert der Deka-Fondsmanager Michael Beyer-Enke für den Halbleitermarkt in der zweiten Jahreshälfte. Deshalb hat er nach eigenen Angaben den Sektor im Deka-Technologie TF stark berücksichtigt. Im vergangenen Jahr ging es für den Fonds der Sparkassenorganisation im Zuge der Baisse der Technologiewerte bergab: Das Produkt liegt mit einem Minus von 38,38 % auf Rang 284.

In diesem Jahr geht der Deka-Mann von einem unspektakulären, konjunkturell bedingten Wachstum aus, von dem auch andere konjunktursensible Branchen profitieren würden. Entsprechend seiner optimistischen Prognose für den Halbleitermarkt sei der Chip-Gigant Intel mit einem Anteil von fast 10 % die größte Einzelposition. Die Installation des neuen Microsoft-Programms Windows XT erfordere eine hohe Rechnerleistung, weshalb viele Verbraucher, die sich vor drei Jahren einen PC gekauft hätten, jetzt nachrüsten müssten. Der Konzern besitze mit dem Pentium IV einen deutlichen technischen Vorsprung vor dem Konkurrenten AMD.

Bei den PC-Herstellern setze er auf die Fusion von HP und Compaq. HP-Aktien machten fast 2 % des Fondsvermögens aus. Bei IBM habe er den übertriebenen Kursrutsch im Februar ausgenutzt und die Position auf rund 7 % aufgestockt.

Negativ bemerkbar werde sich in diesem Jahr die schlechte Auftragslage im Telekomausrüstungsbereich machen. Die exorbitanten Ausgaben für UMTS-Lizenzen hätten die Bilanzen der Gesellschaften "zerstört", so dass kaum Spielraum für Investitionen bleibe.

Die Tabelle enthält keine Fonds-Ratings. Da die Produkte erst seit kurzer Zeit angeboten werden und die Anlagepolitiken sehr unterschiedlich sind, wäre eine vergleichende Bewertung wenig aussagekräftig.

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