Wertentwicklungsanalyse der größten deutschen Aktienfonds
Deutsche Aktienfonds: Fondsmanager sehen Dax-Erholung

Manager von Fonds für deutsche Blue Chips zeigen sich vorsichtig im Hinblick auf die kurzfristigen Aussichten für den Deutschen Aktienindex (Dax). Aber bis Ende des Jahres erwarten sie eine Erholung des Index bis auf 6 000 Punkte. Adig-Experte von Schlotheim strukturiert den Adifonds bereits offensiver.

30.8.2001 HB/vwd FRANKFURT/M. "Wir müssen erst einmal durch das Tal der Tränen", sagt Aktienexperte Bernd Rotta. Doch gegen Ende des Jahres sieht der Dit-Fondsmanager gute Chancen für eine Rally, in deren Verlauf der Dax durchaus die 6 000-Punkte-Marke erreichen könne. Denn die deutschen Dividendenpapiere seien mittlerweile "relativ moderat bewerteten", zudem erwartet er auch Unterstützung von der Zinsfront.

Rotta steuert beim Dit den auf deutsche Blue-Chips spezialisierten Concentra. Mit einer Ein-Jahresperformance von minus 16,75 % belegt dieser unter den zehn Deutschland-Aktienfonds mit den größten verwalteten Vermögen Position sechs. Unter allen 120 Produkten dieser Kategorie landet der mit einem guten Rating "B" ausgezeichnete Fonds aus dem Hause Dit auf Platz 34.

Wie Rotta erläutert, wählt er für den Concentra deutsche Standardaktien aus, die ihm aus fundamentaler Sicht auf Basis von Kennzahlen wie dem Kurs-Gewinn- oder dem Kurs-Buchwert-Verhältnis unterbewertet erscheinen.

Hoffen auf "Stabilisierungsphase

Rotta zufolge hat der Concentra davon profitiert, dass die zuletzt arg unter die Räder gekommene Aktie der Deutschen Telekom bis in den Sommer hinein im Portfolio deutlich untergewichtet war. Erst in den vergangenen Wochen habe er diese Position sukzessive von rund 5 auf aktuell 6,4 % hochgefahren (Dax: 11 % Gewicht) "Auf dieser Basis dürfte bei Deutsche Telekom das Schlimmste vorbei sein", meint Rotta. Zurzeit vertraut der Fondsexperte immer noch auf eine defensive Portfolio-Struktur. Gegenüber seinem Referenzindex habe er zurzeit beispielsweise den Versorger RWE übergewichtet, der sich mit seiner Multi-utility-Strategie sehr erfreulich entwickle und breiter aufgestellt sei als Konkurrent Eon. Prominenter als im Index vertreten sei im Concentra auch Preussag mit der Konzentration auf den Wachstumsbereich Tourismus und die Lufthansa.

Mit einem Zwölf-Monatswertverlust von 26,61 % belegt der Adifonds der zur Commerzbank gehörenden Gesellschaft Adig unter den Volumen-stärksten Deutschland-Fonds den zehnten Rang. Unter allen Fonds dieser Gruppe bedeutet dieses Ergebnis Platz 86. Mit "C" erhält der Adifonds ein durchschnittliches Rating.

Wie Adig-Fondsmanager Kerstan von Schlotheim berichtet, hatte auch er im Adifonds die Wachstumsbereiche lange Zeit untergewichtet und sei bei Deutsche Telekom erst wieder bei Kursen von 26 Euro eingestiegen. Mittlerweile habe er das Portfolio jedoch wieder etwas offensiver Richtung Erholung ausgerichtet. So sei durch die Höhergewichtung der Aktie der Walldorfer Software-Schmiede SAP der Technologiesektor im Fonds jetzt prominenter vertreten als im Dax. Denn von Schlotheim geht davon aus, dass die deutsche Börse langsam am unteren Ende der Marktentwicklung angelangt ist und nun in eine "Stabilisierungsphase" übergeht. Bis Jahresende ist auch er recht optimistisch und traut dem Dax sogar einen Anstieg auf 6 300 Zähler zu.

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