Wertentwicklungsanalyse der größten europäischen Rentenfonds
Euro-Rentenfonds: Fondsmanager uneins über Perspektiven

Rentenfondsmanager Markus Beeler überlegt, die Laufzeitenstruktur im JB Multibond Europe Bond Fund B noch weiter zu verkürzen. Auch wenn er derzeit noch keinen Handlungsbedarf sieht, geht der Experte von Julius Baer davon aus, dass die US-Konjunktur im vierten Quartal wieder an Schwung gewinnt und dann auch die Euroland-Wirtschaft wieder Tritt fasst.

10.9.2001 HB/vwd FRANKFURTM. Mittelfristig sei daher eher mit wieder leicht steigenden als mit weiter sinkenden Renditen am Euro-Kapitalmarkt zu rechnen, glaubt Beeler. Deshalb habe er kürzlich bereits die Laufzeitenstruktur seines Euroland-Portfolios verkürzt. Mit 7,10 % Rendite belegt der Fonds der Schweizer Julius Baer (JB)-Gruppe Rang 7 in der Performanceauswertung der volumenmäßig größten europäischen Rentenfonds (Platz 33 im Gesamtklassement).

Momentan hat Beeler rund 79 % der ihm anvertrauten Mittel am Euro-Rentenmarkt angelegt. Bedeutende Positionen hat er darüber hinaus mit rund 12 % am britischen und mit ca. 5 % am schwedischen Rentenmarkt. Die positivste Phase am Rentenmarkt Eurolands liegt Beeler zufolge bereits hinter uns. Gut im Auge behalten " will er auch seinen insgesamt rund 50-prozentigen Portfolioanteil nicht-staatlicher Anleihen. Es seien Zweifel angebracht , ob sich dieses Anlagesegment weiterhin so gut wie bisher halten könne.

DIT-Fondsmanager Ulrich Katz hält sich in dem von ihm gemanagten DIT-Europazins (6,59 % Einjahresperformance, Platz 9 unter den volumenstärkten Produkten) mit Engagements in Unternehmensanleihen stark zurück. Um die konservative Ausrichtung dieses Fonds zu unterstreichen, seien in aller Regel rund 80 % in erstklassigen Staatsanleihen investiert, erklärt der DIT-Manager.

Anders als Beeler ist Katz weiter sehr freundlich für Euro-Renten gestimmt. Sie haben einen Depotanteil von 72 %. Die Wirtschaft der Eurozone zeige derzeit keinerlei Anzeichen für einen baldigen Aufschwung. Weil zudem der Preisdruck deutlich nachgelassen habe, sei er der Überzeugung, dass die Europäische Zentralbank noch Spielraum habe, die Zinsen weiter zu senken. Zudem mache ihn dieses Umfeld konstruktiv für das lange Ende der Zinsstrukturkurve, sagt Katz. Im Unterschied zu Beeler, der vor kurzem die Restlaufzeitenstruktur seines Portfolios von übergewichtet auf neutral zurückgenommen hat ist, hat Katz die des DIT-Europazins kürzlich von untergewichtet auf neutral verlängert. Reduziert auf noch 9 % Depotanteil hat Katz sein Engagement am britischen Rentenmarkt. Der Grund: Er rechnet mit einer weiteren Aufwertung des Euro gegenüber dem britischen Pfund.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%