Wertentwicklungsanalyse der größten europäischen Rentenfonds
Eurorenta ist bei Bundesanleihen vorsichtig

Spätestens im ersten Quartal nächsten Jahres wird die Europäische Zentralbank der amerikanischen Vorgabe folgen und den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte senken. Davon ist Bernhard Falk, Fondsmanager des DWS Eurorenta, überzeugt.

HB/vwd FRANKFURT/M. Und spätestens dann, so der Fondsmanager weiter, fehle es den Rentenmärkten an Zinsphantasie und damit an der entscheidenden Antriebskraft für steigende Anleihekurse. "Darauf werde ich rechtzeitig mit einer Laufzeitenreduzierung reagieren", sagt er.

Der Eurorenta liegt mit einem Zwölfmonats-Wertgewinn per Ende September von 7,35 % auf einem der vorderen Plätze unter den zehn größten europäischen Rentenfonds bzw. im Gesamtklassement auf Rang 27 unter 76 Produkten.

Der Schwerpunkt der Anlage liege seit geraumer Zeit auf Staatsanleihen. Innerhalb dieses Segments ziehe er zurzeit acht- bis zehnjährige Titel aus Ländern der Eurozone mit vergleichsweise gesundem Staatshaushalt klar deutschen Bundesanleihen vor. Staatstitel aus Spanien, Österreich, Irland und den Niederlanden, auf die er setze, rentierten trotz des hohen Haushaltsdefizits in Deutschland und der im Vergleich zu anderen Euroland-Mitgliedern stärkeren Neuverschuldung immer noch höher als deutsche Bunds. Vor geraumer Zeit habe er "bei attraktiven Renditeniveaus" kürzer laufende Unternehmensanleihen guter Qualität und Anleihen mittlerer Laufzeiten des Finanzsektors zugekauft. Auf beide Anlagesegmente zusammen entfielen aktuell etwa 27 % der Gelder.

Mit einem Plus von 7,33 % schaffte auch der Raiffeisen-EuroPlus-Rent den Sprung in die Top-Ten der größten europäischen Rentenfonds. Das Produkt der österreichischen Raiffeisen Kapitalanlagegesellschaft legt wie der DWS - Fonds überwiegend an den etablierten europäischen Rentenmärkten an und darf daneben ebenso Anleihen in lokaler Währung aus osteuropäischen EU-Beitrittsaspiraten beimischen. Das erklärt Gabriel Panzenböck, der nach eigenen Angaben gemeinsam mit Andreas Bockberger für dieses Produkt verantwortlich zeichnet.

Den größten Block bildeten regelmäßig Anleihen des Euro-Raums. Am stärksten gewichtet seien hier derzeit zehnjährige Staatstitel. Der Anteil der Unternehmensanleihen sei auf Grund guter Perspektiven kürzlich auf rund 20 % ausgebaut worden. Weiter vorsichtig optimistisch gestimmt, so Panzenböck weiter, seien er und sein Kollege aber auch weiterhin für Euroland-Staatsanleihen. "Wir schätzen hier die Chancen auf deutlich fallende Renditen viel höher ein als die Wahrscheinlichkeit für markant ansteigende Zinsen".

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%