Wertentwicklungsanalyse der größten europäischen Rentenfonds
Vorliebe für Schweden-Anleihen

Für Ulrich Katz steht fest: Die Euroland-Rentenmärkte bergen Rückschlagpotenzial. "Das Zinsniveau wird durch die Angst vor einem Krieg im Irak künstlich niedrig gehalten", sagt der DIT-Fondsmanager.

HB/vwd FRANKFURT/M. Er steuert mit den DIT-Europazins, der dank eines Zwölfmonats-Wertgewinns von 9,21 % per Ende Januar unter den zehn größten europäischen Währungsfonds einen der vorderen Plätze belegt.

Vor dem Hintergrund seiner Einschätzung hält Katz inzwischen Euroland-Anleihen mit mittleren Laufzeiten für aussichtsreicher als "Langläufer". Innerhalb Eurolands gewichte er sowohl im Staatanleihen- als auch im Pfandbriefsegment die Rentenmärkte Deutschlands, Frankreichs und Italiens unter. Lieber investiere er in Länder mit geringeren Haushaltsproblemen wie Österreich oder Belgien. Insgesamt seien zurzeit rund 84 % der Mittel an den Euroland-Rentenmärkten angelegt. Mit rund 6 % bestehe dagegen am schwedischen Rentenmarkt ein deutliches Übergewicht. Katz hält den schwedischen Rentenmarkt, und hier wiederum vor allem das kurze Laufzeitensegment, für aussichtsreich. Zudem traue er der Schwedenkrone Aufwertungspotenzial zu.

Mit einem Plus von 8,21 % belegt der DWS Euro Strategie (Renten) Platz einen der hinteren Ränge bzw. Platz 33 unter allen europäischcen Rentenfonds. Fondsmanager Ralf Schreyer von der DWS investiert nach eigenen Angaben überwiegend in Staatstitel sowie Anleihen von Finanzintermediären, wie beispielsweise KfW, EIB oder die Landesbanken. Nach Laufzeiten liege der Schwerpunkt regelmäßig bei drei- bis fünfjährigen Anleihen, weshalb der Fonds in Zeiten sehr guter Rentenmarktentwicklung, wie sie zuletzt stattgefunden habe, Langläuferfonds naturgemäß etwas hinterher hinke.

"Die Basisanlage" findet laut Schreyer regelmäßig am Euro-Rentenmarkt statt. Hier seien derzeit gut 70 % der Fondsmittel investiert. Sowohl Währungs- als auch Zinspotenzial wegen des wahrscheinlichen Euro-Beitritts sehe er in Schweden. Deshalb habe er das Engagement auf rund 3 % aufgestockt. Weiter angleichen auf ihrem Weg zur Europäischen Union würden sich auch die Renditen in den mittel- und osteuropäischen Staaten. Die Währungschancen seien dabei allerdings "ungleich verteilt". Während beispielsweise die Landeswährung Ungarns stabil sei, leide der polnische Zloty. Deshalb plane er die momentan nur rund zweiprozentige Polen-Position sogar noch etwas zu reduzieren. Im Gegenzug aufgestockt werde dann Ungarn, wo der Fonds mit rund 5 % investiert sei.

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