Wertentwicklungsanalyse der größten gemischten Fonds
Gefahr eines Rückfalls in die Rezession

Die Manager der größten gemischten Fonds haben zuletzt den Aktienanteil in ihren Portfolios erhöht. Für Beat Gerber, der für den Swissca Portfolio Fund Balanced verantwortlich ist, war dies jedoch nur eine taktische Maßnahme.

HB/vwd FRANKFURT/M. "Ich kann mir gut vorstellen, den Aktienanteil bald wieder zurückzunehmen", sagt er. Zurzeit liege er bei 42 % und damit rund 2 % über der indexneutralen Gewichtung dieser Anlageklasse. Per Ende September steht für den Fonds ein Zwölfmonatsverlust von 6,25 % zu Buche. Damit belegt das international, jedoch mit Schwerpunkt auf Schweizer-Franken-Titel anlegende Produkt der schweizerischen Kantonalbanken Platz fünf in der Wertentwicklungs-Rangliste der größten Mischfonds. Unter allen 382 gemischt anlegenden Produkten, die sowohl in Aktien als auch in Renten (einschließlich Geldmarkt) anlegen, liegt der Swissca-Fonds auf Rang 112.

Die in letzter Zeit freundliche Aktienentwicklung führt Gerber darauf zurück, dass viele Firmen während der laufenden Berichtssaison in den USA die Gewinnerwartungen erfüllt oder sogar übertroffen hätten. "Dadurch sind die wirtschaftlichen Schwierigkeiten und die Kriegsgefahr im Irak in den Hintergrund getreten", sagt er. Dies werde sich jedoch bald ändern. Schließlich sei die Gefahr eines erneuten Rückfalls in die Rezession ("Double Dip") in den USA aufgrund der schlechten Zahlen zum Konsumentenvertrauen zuletzt gestiegen.

Bei den Branchen bevorzugt er in der Schweiz derzeit Basisindustrien, in den USA den Mediensektor. Für beide Industriezweige spreche ihre Bewertung sowie ihr positives Gewinnmomentum. Innerhalb der Sektoren bevorzuge er in der Regel Substanzwerte wie Ciba, Lonza, Viacom und Gannett. Auf der Rentenseite gewichte er wegen der höheren Renditen von Euro-Anleihen bei vernachlässigbarem Währungsrisiko nach wie vor den Euro zu Lasten des Schweizer Franken über.

"Wir glauben auch weiterhin nicht an ein ,Double Dip? in den USA," heißt es dagegen bei der Credit Suisse Asset Management (CSAM), die unter anderem für den CS Portfolio Fund (Lux) Balanced (SFR) B verantwortlich ist. Das Produkt legt - wie der Swissca-Fonds - international, jedoch überwiegend in Schweizer-Franken-Wertpapieren an. Bei neutraler Ausrichtung gewichtet es Aktien und Renten einschließlich Geldmarkt gleich stark. Mit einem Verlust von 9,03 % belegt der Fonds in der Tabelle einen mittleren Rang, im Gesamtklassement Platz 163.

Der Aktienanteil des Fonds sei im Oktober auf gut 54 % ausgebaut worden, sagt ein CS-Fondsmanager. Regional präferiere er weiterhin Europa vor den USA und Japan. Als noch attraktiver schätzt er Schwellenländer ein, die in einem Vermögensverwaltungsprodukt wie dem CS Portfolio Fund Balanced aber immer nur eine eher geringe Rolle spielten. Derzeit sei der Fonds hier mit 2,4 % investiert. Bei den Aktien seien Novartis, Nestle, UBS, Roche Holding und Crédit Suisse vor allem deshalb prominent im Portfolio vertreten, weil sie im Vergleichsindex hoch gewichtet sind.

Quelle: Handelsblatt

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