Wertentwicklungsanalyse der größten gemischten Fonds
Mischfonds setzen auf Europa

Staatsanleihen sind bei den Investoren der Renner - trotz sinkender Renditen. Auch die größten Mischfonds setzen verstärkt auf die sicheren Papiere.

HB/vwd FRANKFURT/M. Das Management des zur schweizerischen Fondsgesellschaft Credit Suisse Asset Management (CSAM) gehörenden CS Portfolio Fund (Lux) Income (SFR) setzt außerdem auf erstklassige Titel wie die Anleihen supranationaler Emittenten. Der Mischfonds legt weltweit an, vertraut jedoch überwiegend auf in Schweizer Franken denominierte Wertpapiere. In den zurückliegenden zwölf Monaten per Ende Juli erzielte der Fonds einen in Euro gerechneten Wertverlust von 2,06 %. Damit belegt er Rang drei unter den zehn größten gemischt anlegenden Fonds und Platz 27 unter allen 361 Produkten dieser Anlageausrichtung.

In Anleihen hat der Fonds momentan 60,5 % seiner Mittel investiert. Das Engagement in Bonds, die bei höheren Risiken höhere Renditen als Staatstitel abwerfen (so genannte Spreadprodukte), wird laut dem Management vorerst nicht über den aktuellen Anteil von rund 25 % des Rentenanteils erhöht - solange nicht, wie die Unsicherheit an den Weltbörsen anhält. Befürchtungen, ein erneuter Rückfall in die Rezession ("Double dip") stehe bevor, hat die CSAM aber nicht. Die globale Wirtschaft wachse, wenn auch geringer als noch vor kurzem erhofft. Vor diesem Hintergrund halte man vorerst weiter an der Strategie fest, in dem gemischten Portfolio Aktien leicht überzugewichten. Die Quote liege momentan bei 26 %, im Vergleichsindex liege sie ein Prozent darunter.

Nach Regionen sei der Fonds bei den Aktien seit geraumer Zeit in Europa über- und in den USA untergewichtet. Schließlich seien die Bewertungen europäischer Aktien niedriger als die amerikanischer, heißt es von Seiten des Fondsmanagements. Leicht reduziert auf "neutral" habe man kürzlich den Anteil japanischer Werte zu Gunsten von Aktien aus Schwellenländern. Damit sei das Engagement in den so genannten "Emerging Markets" auf knapp 2 % gewachsen.

Staatsanleihen dominieren auch das Rentenportfolio des GenoEuroClassic, einem Produkt der Union Investment-Gruppe, das mit einem Ein-Jahres-Verlust von 10,3 % Gesamtrang 138 belegt. Der Fonds investiert nicht nur in europäische Aktien und internationale Rententitel, sondern auch in die Offenen Immobilienfonds der Volks- und Raiffeisenbanken-Gruppe, Difa Grund und Difa Fonds Nr. 1. "Im Vergleichsindex sind je 36 % der Mittel in Aktien und Renten und 28 % in Immobilien investiert", sagt Fondsmanager Michael Gierse, der das Aktienportfolio des GenoEuroClassic betreut. Aktuell liege der Aktienanteil bei knapp 33 %. In Renten seien 38 %, in Immobilien 29 % angelegt. Im Aktienportfolio dominieren derzeit noch Werte aus den als defensiv geltenden Sektoren Pharma, Banken, Nahrungsmittel und Öl. In nächster Zeit stärker ausbauen will Gierse den Anteil zyklischer Werte. Er hält es für wahrscheinlich, dass die Konjunktur in Europa 2003 und 2004 mit rund 2 % wächst. "Davon sollten konjunktursensible Sektoren, wie Automobilhersteller, Chemie oder Stahl profitieren", sagt Gierse.

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