Wertentwicklungsanalyse der größten gemischten Fonds
UBS bleibt risikoarmen Standardwerten treu

Die Anlageexperten bleiben vorsichtig. Das belegt der aktuelle Renditevergleich der gemischten Portfolios. Mehr als leichte Übergewichtungen von Aktien leisten sich die Experten kaum. Wenn sie kaufen, dann vor allem die stark im Kurs gedrückten Telekomtitel oder Anleihen dieser Emittenten.

HB/vwd FRANKFURT/M. Aktienanlagen in defensiven Branchen wie Pharma, Finanzen oder Nahrungsmitteln bleiben erste Wahl - trotz der jüngsten Kurserholungen an den Börsen. Das meinen Vertreter von UBS Asset Management in Zürich. Diese Sektoren seien derzeit auch im USB(Lux) Strategy Fund Balanced (EUR) B stark berücksichtigt, heißt es aus dem Fondsmanagement. Unterrepräsentiert sind den Angaben zufolge dagegen vor allem die konjunkturabhängigen Bereiche wie Medien und Energie. Bei neutraler Ausrichtung lege der Fonds jeweils die Hälfte seiner Gelder in Aktien und Anleihen an.

Das Produkt verlor in den zwölf Monaten per Ende September 11,26 % an Wert. Damit rangiert es im Vergleich der zehn größten gemischten Fonds auf einem der hinteren Plätze bzw. im Gesamtklassement der 341 ausgewerteten gemischten Fonds auf Rang 119.

"Wir setzen momentan vor allem auf Werte, die auch im wirtschaftlichen Abschwung stabile Cash-Flows zeigen", erklärt einer der zuständigen UBS-Fondsmanager. Außerdem konzentriere man sich in den momentan unsicheren Zeiten auf Standardwerte, wie General Electric, Nokia, Microsoft, Eli Lilly, Baxter Intl., Wells Fargo, Royal Dutch, Exxon Mobil, Citigroup und Total Fina Elf, in die jeweils bis zu 1 % der Fondsmittel investiert seien. Wenngleich man sich vorstellen könne, große Titel aus defensiven Branchen bei den zurzeit sehr niedrigen Kursen vereinzelt noch aufzustocken, wolle man an der ausgewogenen Verteilung der Mittel auf Aktien und Renten grundsätzlich erst einmal festhalten, sagt der Fondsmanager.

Auf der Anleiheseite setze man seit geraumer Zeit schwerpunktmäßig auf Pfandbriefe, Anleihen supranationaler Organisationen, Fremdwährungsemissionen regionaler Regierungen und Staaten sowie auf Firmenanleihen. Staatsanleihen würden weniger bevorzugt. Die größten Ertragschancen an den Rentenmärkten auf Sicht von sechs bis neun Monaten sieht das UBS-Fondsmanagement bei den als preiswert eingestuften Unternehmensanleihen, besonders aus dem Telekomsektor sowie aus den Bereichen Automobil und Basisindustrie: "Wenn sich die Kreditqualität dieser Papiere nicht weiter verschlechtert, besteht hier ein gutes Erholungspotenzial."

Mit einem Minus von 13,41 % liegt der Pioneer-Funds-Pioneer Mix 3 A der US-Fondsgesellschaft Pioneer knapp hinter dem UBS-Produkt. Eine neutrale Ausrichtung entspreche einem Mix an internationalen Anleihen und Aktien von 60 : 40, heißt es aus dem Fondsmanagement. Derzeit seien Renten mit rund 64 % leicht überrepräsentiert. Nach den Anschlägen am 11. September habe man die Aktienquote gesenkt, weil man eine verzögerte wirtschaftliche Erholung erwarte.

Das Fondsmanagement senkte nach eigenen Angaben vor allem den Anteil an US-Aktien. Auf Sektorebene seien Werte aus dem Finanzsektor sowie aus den konsumabhängigen Bereichen Automobil, Hotel und Freizeit reduziert worden. Angehoben habe man die Gewichtung der stark gedrückten und daher preiswerten Telekom-Werte, die zudem von den zahlreichen Zinssenkungen profitieren dürften. Mit einem Portfoliogewicht von fast 2 % gehörten Vodafone zu den momentanen Aktienfavoriten, außerdem Nestle und UBS. An der Untergewichtung von Aktien wolle man vorerst festhalten. Auf mittlere Sicht dürften Aktien allerdings wieder mehr Stärke zeigen, weil die zur Stabilisierung der Wirtschaft getroffenen geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen ihre Wirkung nicht verfehlen dürften.

Im Anleihebereich setze man stark auf Euro-Titel, weil die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar in den kommenden drei bis sechs Monaten noch etwas aufwerten werde.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%