Wertentwicklungsanalyse der größten international anlegenden Aktienfonds
US-Technologiewerte sind für Robeco erste Wahl

"Auf dem Weg nach oben könnten die Aktienmärkte noch einige Anpassungen zeigen", meint Jaap van Duijn zwar.

HB/vwd FRANKFURT/M. Der Fondsmanager der niederländischen Robeco Groep ist sich aber sicher, "dass unsere offensive Ausrichtung angesichts der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung in den kommenden 18 Monaten gerechtfertigt ist". Unter den zehn größten internationalen Aktienfonds kommt das erwähnte Produkt mit einem Zwölfmonatsverlust per Ende Januar von 18,10 % auf einen mittleren Platz. Unter allen 323 Fonds mit globaler Ausrichtung reicht es für Rang 120.

Van Duijn passte nach eigenen Angaben das Portfolio an: "Die Übergewichtung bei defensiven Branchen wurde reduziert, während die Untergewichtung bei konjunktursensitiven Bereichen abgebaut wurde." Der Fondsmanager rechnet damit, dass es im ersten Halbjahr 2002 zu einer wirtschaftlichen Erholung zunächst in den USA, später auch in Europa kommt: "So entfielen auf Werte aus dem Sektor Informationstechnologie zuletzt über 20 % des Portfolios." Den größten Portfolio-Anteil stellten Finanzwerte mit knapp 20 % Fondsquote. Auf dem dritten Platz folgten konjunktursensible Konsumtitel mit über 16 %. Dahinter rangieren Industrie- und Pharmawerte mit rund 10 %. Die zehn größten Einzelwerte im Portfolio stammten derzeit alle aus den USA, angeführt von Microsoft, Intel und General Electric mit jeweils gut 2 % Anteil am Fondsvermögen. Auf den weiteren Plätzen folgten Wal-Mart, Bank of America, Cisco Systems, Pfizer, IBM, Johnson & Johnson sowie Citigroup.

Volker Dosch investiert beim DWS Top 50 Welt in 50 Unternehmen, die seiner Ansicht nach von globalen "Megatrends" besonders profitieren werden. Der Fonds der zur Deutsche-Bank-Gruppe gehörenden Kapitalanlagegesellschaft DWS belegt mit einem Zwölfmonats-Wertverlust von 18,10 % den 144. Platz im Fondsvergleich. Dosch zur Performance: "Im Jahresrückblick sind einige unserer mittel- bis langfristig ausgelegten Investments stark unter Druck geraten."

Als "Megatrends" hat Dosch laut seiner Darstellung die Verschiebung der Alterspyramide in den Industriestaaten, das Wachstum in den Schwellenländern, die IT-Revolution, die Nachfrage nach Markenartikeln und den steigenden Energieverbrauch ausgemacht. Aktuell stelle British Petroleum mit einem Anteil am Fondsvermögen von über 3 % die größte Einzelposition, gefolgt von Total Fina Elf und dem US-Ölfelddienstleister Schlumberger mit jeweils ähnlichen Quoten. "Da der Öl- und Energiesektor relativ wenige Titel aufweist, ist die Gewichtung der Einzelwerte recht hoch", erläutert Dosch. Der Fondsmanager erwartet, dass Energiewerte von einer anziehenden Konjunktur profitieren können, zum anderen sieht er darin "eine Art Versicherung, falls es zu einer Ausweitung des Konflikts im Nahen und Mittleren Osten kommen sollte". Auch auf lange Sicht sei er optimistisch: "Der Energiesektor wird den steigenden Bedarf in den Schwellenländern zur Geschäfts- und Umsatzausweitung nutzen können." Neben den Werten aus dem Ölsektor haben sich Dosch zufolge in jüngster Zeit auch führende Konsumaktien positiv entwickelt. Beispiele seien Gillette und Procter & Gamble.

Unter den einzelnen Branchen stelle der Gesundheitsbereich mit 22 % den größten Anteil im Portfolio dar, gefolgt von Energiewerten mit 17 % und Technologietiteln mit 15 %.

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