Wertentwicklungsanalyse der größten internationalen Rentenfonds
Investoren ziehen Euro-Anleihen Bonds in anderen Währungen vor

Pankaj Shah ist für die Rentenmärkte in diesem Jahr optimistisch gestimmt. In Euroland rechnet der Fondsmanager der zum belgisch-niederländischen Finanzdienstleister Fortis gehörenden Fondsgesellschaft mit weiteren Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank um 50 bis 75 Basispunkte - Kurssteigerungen der Anleihen. Bei der zehnjährigen Bund will er sogar sogar ein Testen des Allzeit-Renditetiefs um 3,60 % (aktuell 3,90 %) nicht ausschließen.

HB/vwd FRANKFURT/M. Shah steuert den Rentenfonds Fortis L Fund - Bond Europe Plus. Mit einer starken Fokussierung auf Euro-Anleihen erwirtschaftet der Bond Europe Plus in den 12 Monaten bis Ende März einen Wertzuwachs von 5,04 %. In der Gruppe der zehn volumenstärksten internationalen Rentenfonds belegt das Fortis-Produkt damit Rang zwei. Unter allen 159 global ausgerichteten Rentenfonds bedeutet dieses Ergebnis Platz 33.

Von den Renditerückgängen bei Langläufern will Shah mit Übergewichtungen im zehn- bis 15-jährigen Laufzeitensegment sowie im Bereich von 30 Jahren profitieren. Insgesamt fühle er sich mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von acht Jahren gut für sein optimistisches Rentenmarktszenario positioniert, sagt er. Innerhalb des aktuellen Euro-Portfolio-Anteils von 78 % setze er deutlich überwiegend auf Staatsanleihen, wobei deutsche Bundesanleihen den Anlageschwerpunkt bildeten. Shah nahm nach eigenen Angaben im Euro-Teil bei Investmentgrade-Unternehmensanleihen kürzlich Gewinne mit und senkte deren Quote von 20 auf 10 %.

Weitere knapp 13 % der Mittel entfallen laut Shah derzeit auf Anleihen in US-Dollar.

Bei weiter schwachem Dollar und starkem Euro könnte auch Klaus Röttger von der zur Commerzbank gehörenden Fondsgesellschaft Cominvest profitieren. Seiner Darstellung nach sind US-Dollar-Papiere derzeit mit rund 25 % berücksichtigt. Damit liege die Quote immerhin fünf Prozentpunkte unter seiner neutralen Gewichtung. Auf Zwölfmonatssicht verbucht das Produkt einen Wertverlust von 1,44 %.

Das Schwergewicht der Anlagen liegt nach Angaben des Cominvest-Mannes mit 41 % bei Euro-Anleihen und hier bei Staatstiteln. Verstärkt berücksichtige er auch Euro-Firmenbonds, die von den Kosteneinsparungen und Schuldenabbau-Bemühungen der Firmen profitieren sollten.

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