Wertentwicklungsanalyse der größten Schwellenländer-Aktienfonds
Fondsmanager setzen auf Südkorea und Taiwan

Kate Munday ist optimistisch, dass die Emerging Markets auch in diesem Jahr eine bessere Wertentwicklung zeigen werden als die Börsen der entwickelten Länder. Die Fondsmanagerin der britischen Gesellschaft Baring Asset Management betreut den Baring EMUF Emerging Markets Fund. -Global

HB/vwd FRANKFURT/M. Das Produkt zählt zu den größten Aktienfonds für Anlagen an den internationalen Schwellenbörsen. Unter allen 67 Fonds diesen Zuschnitts liegt es mit einem Zwölfmonats-Wertverlust per Ende Januar von 1,17 % auf Rang 18.

Munday ist zuversichtlich, weil die Aktienmärkte der aufstrebenden Länder ihrer Ansicht nach derzeit rund 25 % günstiger bewertet sind als im Durchschnitt der vergangenen sieben Jahre. Zur relativ guten Fondsperformance habe die Aufstockung asiatischer Titel im zweiten Quartal des zurück liegenden Jahres beigetragen. Besonders erwähnenswert sei die Hausse am südkoreanischen Aktienmarkt.

Auch aktuell sei Südkorea mit einer Quote von über 22 % die größte Länderposition des Fonds. Sie vertraue sehr stark auf Finanzwerte. Bei Kookmin Bank habe sie zwar nach kräftigen Kurszuwächsen zuletzt einen Teil der Gewinne mitgenommen, doch sei die Aktie des Instituts mit einer Gewichtung von über 4 % weiter die Nummer zwei im Portfolio. Darüber hinaus setze sie an der Börse in Seoul auf exportorientierte Unternehmen wie Samsung Electronics. Die Aktie des Elektronikkonzerns sei mit einer Fondsquote von über 7 % die größte Einzelposition. Auch den Stahlkocher Posco favorisiere sie.

Günstige Perspektiven sieht die Baring-Fondsmanagerin nach eigener Darstellung auch an dem von Technologiewerten dominierten taiwanesischen Aktienmarkt. Dort sei sie mit 17 % der Gelder investiert. Sie konzentriere sich auf größere Unternehmen wie die Chip-Produzenten Taiwan Semiconductor und United Micro Electronics.

In Lateinamerika habe sie in diesem Jahr mit Umschichtungen von mexikanischen in brasilianische Werte begonnen. In den übrigen Regionen sei der Baring EMUF Emerging Markets Fund-Global in Russland übergewichtet.

Der JPMorgan Fleming Funds - Emerging Markets Equity Fund kommt mit - 7,61 % auf Platz 47. Wie Fondsmanager Michael Hughes von der Investmentgesellschaft JP Morgan Fleming berichtet, wurde das Ergebnis des Fonds über weite Strecken des vergangenen Jahres durch das Festhalten an der prominenten Gewichtung der schwachen Technologieaktien maßgeblich beeinflusst. Ausgezahlt habe sich dies dann ab dem vierten Quartal 2001, als insbesondere südkoreanische und taiwanesische High-Tech-Papiere kräftige Kursaufschläge verzeichnet hätten. Trotz Gewinnmitnahmen bleibe die Aktie von Taiwan Semiconductor mit knapp 7 % Fondsquote größte Einzelposition. Taiwanesische Titel seien insgesamt mit fast 17 % berücksichtigt.

Er habe auch Aktien aus Bereichen übergewichtet, die von einer Erholung der Binnenkonjunktur beflügelt werden sollten. In Südkorea setze er auf den führenden Betreiber von Discount-Supermärkten Shinsegae. Während Supermärkte im südkoreanischen Einzelhandel nur einen Marktanteil von 13 % hätten, könne diese Quote in zehn Jahren auf 50 % steigen. Eine ähnliche Idee verfolge er mit der Aktie der mexikanischen Supermarktkette Pao de Acucar.

Auch Hughes sieht im Finanzbereich Chancen. Als Lieblingswerte nennt er neben der koreanischen Kookmin Bank das führende ungarische Kreditinstitut OTP Bank.

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