Wertentwicklungsanalyse der in Aktienfonds anlegenden Dachfonds
Dachfonds: Bank von Ernst zieht sich aus Amerika zurück

"Bisher waren wir in Nordamerika übergewichtet und haben davon profitiert. Nun konzentrieren wir uns stärker auf den Euro-Raum", erklärt Daniel Weber, Fondsmanager des Von Ernst Key Fund - Dynamik Depot.

FRANKFURT. Der Dachfonds der schweizerischen Bank von Ernst verbucht in den vergangenen 12 Monaten per Ende August einen Wertverlust von 25,07 %. Er liegt damit unter 47 in Aktienfonds investierenden Dachfonds auf Rang zwei.

Das Produkt richtet sich nach Aussage von Weber an deutsche Anleger, die die Kapitalgewinnbesteuerung in Deutschland minimieren wollten. Denn, so erläutert er, die Gewinne der Einzelfonds innerhalb des Dachfonds unterlägen nicht der Besteuerung. Lediglich der Gewinn des Dachfonds selbst sei innerhalb der Spekulationsfrist steuerlich relevant.

Der Dynamik Depot setze sich derzeit noch ausschließlich aus hauseigenen Produkten zusammen, erläutert Weber. Dominiert werde das Portfolio von den Regionen-Aktienfonds North American Equity für Nordamerika und European Equity für europäische Aktien mit jeweils rund 18 % Anteil im Dachfonds. Auf den Swiss Equity für schweizerische Werte entfielen 10 %.

Unter den insgesamt elf Fonds im Depot sei es in den vergangenen Monaten der Rentenfonds High Yield Euro Bond mit einer Quote von 4 % gewesen, der sich gut gehalten habe. Auch der Wandelanleihenfonds Convertible Bond mit einem Anteil von gut 10 % habe geholfen, Wertverluste im Portfolio abzufedern. Derzeit liege der Anteil der Rentenfonds inklusive Barquote bei rund 17 %.

In den nächsten Tagen werde die Aktienfondsquote im Zuge von Zukäufen aber wieder auf über 90 % steigen, kündigt Weber an. Beispielsweise wolle er den Anteil des European Equity etwas aufstocken. Dabei denke er auch an eine Begrenzung des Währungsrisikos für den in Euro denkenden Investor. Die gesamte europäische Aktienfondsquote (inklusive Großbritannien und der Schweiz) wolle er bis auf 55 % aufstocken.

Im Gegensatz zum von-Ernst-Manager beteiligt sich Eckhard Sauren nicht an Spekulationen über Konjunkturphasen und Wachstumsverschiebungen zwischen den Regionen. Der Fondsmanager des Sauren Global Opportunities der Anlagegesellschaft Sauren Fonds-Select will nach seinen Angaben durch die Auswahl erfolgreicher Fondsmanager einen Mehrwert für die Anleger schaffen: "Unsere Fähigkeit besteht darin, Fondsmanager herauszufiltern, die den Index schlagen." Die Tatsache, dass der Sauren Global Opportunities in den zwölf Monaten per Ende August einen Verlust von 28,17 % ausweist, lässt Sauren nicht an dieser Fähigkeit zweifeln. "Wir befinden uns in einer Marktphase, die dem Global Opportunities nicht zugute kommt", räumt er allerdings ein.

In wenig analysierten Aktienmärkten könne ein Fondsmanager leichter nützliche Informationen gewinnen und den Index schlagen. Entsprechend sei der Global Opportunities in Fonds aus den Segmenten Nebenwerte, Neue Märkte, Biotechnologie-Nebenwerte und Schwellenmärkte investiert.

Ein gutes Beispiel für diese Strategie und zugleich größte Position sowie größter Gewinner im Depot sei der Osteuropafonds Griffin Eastern European Fund von Fondsmanager Jürgen Kirsch. Das Produkt erreiche jetzt einen Dachfondsanteil von rund 16 %. Kirsch habe im Schnitt doppelt so gut abgeschnitten wie der Index. Auf Grund seiner Fähigkeiten sei man Kirsch, der früher bei der heutigen Merrill-Lynch-Tochter Mercury gearbeitet habe, bei Gründung seiner eigenen Gesellschaft gefolgt. Nicht die Anlagegesellschaft, sondern der Fondsmanager macht nach Ansicht von Sauren den Erfolg aus.

Probleme hatte der Fonds Sauren zufolge am Neuen Markt - im Zuge der massiven Kursverluste. Zunächst sei dieses Segment noch mit 10 % im Fonds vertreten gewesen, jetzt liege die Quote bei 4 %. "Das hat richtig weh getan", beschreibt der Dachfondsmanager die letzten Monate. Der Sauren Global Opportunities ist nach Aussage seines Managers nicht in erster Linie auf den optimalen Rendite/Risiko-Mix ausgerichtet: "Jeder, der diesen Fonds kauft, geht ein hohes Risiko ein."

Die Tabelle enthält keine Fonds-Ratings. Da die Manager teilweise sehr unterschiedliche Anlagestrategien verfolgen, wäre eine vergleichende Bewertung wenig aussagekräftig.

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