Wertentwicklungsanalyse der in Euroland investierenden Aktienfonds
Experten setzen auf Dividendenstärke

Die Dividendenzahlungen werden als Auswahlkriterium für Aktien wiederentdeckt. Das zeigt die aktuelle Übersicht: Der BWK-Dividenden-Strategie-Euro minimiert mit einem Zwölfmonats-Wertverlust per Ende Oktober von 15,06 % erfolgreich Verluste.

HB FRANKFURT/M. Der Fonds der Baden-Württembergischen Kapitalanlagegesellschaft kommt damit auf den dritten Rang unter 72 in Euroland-Aktien investierenden Fonds. Nach Aussage von Fondsberater Berndt Maisch von BW Asset Consult liegt die Dividendenrendite der im Fonds gehaltenen Aktien in diesem Jahr bei geschätzten 4,2 %.

Neben der stetigen Einnahmequelle schätzt Maisch, der als Value-Investor generell auf unterbewertete Aktien setzt, hohe Dividenden auch als Indikator für die Finanzkraft eines Unternehmens. Zurzeit fühle er sich mit einer hohen Quote von knapp 12 % des Fondsvermögens im Energiesektor gut aufgehoben. Mit jeweils rund 3 % seien die Aktien von Royal Dutch und ENI die größten Einzelpositionen. Beim italienischen Energiekonzern gefielen ihm das Engagement im wachstumsstarken Gasgeschäft und die niedrige Bewertung.

Bei deutschen Aktien setze er nach wie vor stark die VW-Vorzüge. Im MDax-Spektrum bevorzuge er Konsumtitel wie Hugo Boss, Douglas und Zapf Creation.

Eher skeptisch gegenüber Konsumaktien zeigt sich Veritas-Fondsmanager Markus Kaiser: Er hat Konsum- und Handelswerte im Veri-Eurovaleur nach eigenen Angaben derzeit untergewichtet. Dagegen ist der Manager der Fondstochter der Société Générale laut seinen Kommentaren bei Technologie-, Bank- und Versicherungstiteln überrepräsentiert. Der Eurovaleur verlor in 12 Monaten 31,18 % und belegt Platz 69.

Ob er die Übergewichtung der konjunktursensitiven Aktien über das vierte Quartal hinaus beibehalten wird, will der Veritas-Mann davon abhängig machen, ob sich die Konjunktur in Euroland aufhellt. Die am höchsten gewichtete Aktie sei mit einem Fondsgewicht von 7 % die Titel des finnischen Handy-Bauers Nokia. Im kommenden Jahr stehe die Markteinführung einer neuen Handygeneration bevor, was dem Weltmarktführer zu gute kommen werde. Zu den weiteren Favoriten zähle er unter anderem den niederländischen Konsumelektronikhersteller Philips sowie die französische Bank BNP Paribas.

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