Wertentwicklungsanalyse der in europäische Standardwerte investierenden Fonds
Pioneer Funds fährt auf Porsche-Aktien ab

Verluste vermeiden - das versuchen Fondsmanager derzeit. Der Pioneer Funds - Top European Players setzt auf Werte mit Potenzial, der PEH Q-Europa primär auf technische Trendanalysen.

HB/vwd FRANKFURT/M. Verlustbegrenzung ist auch bei Fonds für europäische Aktien gegenwärtig der Schlüssel zum - relativen - Erfolg. Andrew Arbuthnott konnte in dieser Hinsicht punkten, der von ihm betreute Pioneer Funds - Top European Players belegt in der Tabelle mit einem Zwölf-Monats-Wertverlust von 8,56 % per Ende August unter 286 ausgewerteten Fonds den dritten Platz. Größte Einzelpositionen des Pioneer-Produktes sind laut Fondsmanager Arbuthnott derzeit Royal Dutch, Porsche und Vodafone mit jeweils über 6 % Fondsanteil sowie Nokia mit rund 5 %.

Arbuthnott sucht für sein Portfolio von maximal 30 Titeln Einzelwerte, die aus seiner Sicht großes Potenzial haben. Porsche etwa sei im europaweiten Vergleich zwar ein Nischenanbieter, zähle aber dank seiner führenden Position bei Premium-Sportwagen und seiner hohen Profitabilität zur Weltspitze. Auch bei Nokia hält er die aktuelle Bewertung für zu pessimistisch "angesichts der Chancen des Unternehmens, beim Ersatz alter Handy-Generationen durch Neugeräte zu profitieren". Bei den im Fonds vertretenen Branchen liegen Finanzwerte mit rund 25 % vor Aktien aus den Bereichen Energie mit 15 % und Materialien mit rund 13 %. Angesichts niedriger Kurse sieht Arbuthnott attraktive Anlagemöglichkeiten: "Das niedrige Zins- und Inflationsniveau sollte eine gute Basis für eine Erholung der europäischen Aktienmärkte bieten."

PEH Q-Europa: Technische Trends

Beim PEH Q-Europa setzt Fondsmanager Carsten Osswald primär auf technische Trendanalyse. In der Tabelle rangiert das Produkt der Kapitalanlagegesellschaft PEH Sicav mit einem Zwölf-Monats-Wertverlust von 10,14 % per Ende August auf dem fünften Platz. Das Anlageuniversum von rund 900 Unternehmen bestehe aus europäischen Werten, die eine Marktkapitalisierung von mehr als 1 Mrd. Euro haben. "Damit wir ihn kaufen, muss ein Wert liquide genug sein, um ihn jederzeit verkaufen zu können", sagt der Fondsmanager.

Der Fondsmanager sucht für sein Portfolio letztlich 26 bis 30 Werte aus. Größte Einzelwerte sind laut Osswald mit jeweils über 4 % des Fondsvermögens der schweizerische Aromenhersteller Givaudan, das französische Bankhaus Crédit Agricole, der britische Nahrungsmittelproduzent Tate & Lyle, der deutsche Reifenkonzern Continental und der französische Kontaktlinsenhersteller Essilor International. Aktuell liegen bei den Branchen mit jeweils rund 23 % zyklische Konsumwerte, konjunkturunabhängige Konsumwerte und Industrieaktien vorn.

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