Wertentwicklungsanalyse der japanischen Aktienfonds für Nebenwerte: Aktien von Dienstleistern als Favoriten

Wertentwicklungsanalyse der japanischen Aktienfonds für Nebenwerte
Aktien von Dienstleistern als Favoriten

Der Aktienmarkt in Japan ist derzeit äußerst schwach auf der Brust. Viele Fondsmanager, die in dem Land investieren, sehen im laufenden Jahr Aktien kleinerer und mittlerer Unternehmen als einzige Anlagechance. In der Jahresbilanz 2001 für diese Portfolios steht ein Fonds der britisch-amerikanischen Investmentmentgesellschaft Invesco auf Platz eins: Der Invesco GT Japan OTC Stocks Fund büßte "nur" 6,99 % ein (Tabelle).

HB/vwd FRANKFURT/M. Manager Masato Kawada erklärt den relativen Anlageerfolg mit der Konzentration auf Unternehmen in innovativen Geschäftsfeldern seit dem vergangenen Sommer. "So haben wir zum Beispiel in die 100-Yen-Discount-Kette Can Do investiert. Mit dem Unternehmen TAC haben wir aber auch ein Ausbildungszentrum für Qualifizierungsmaßnahmen unter den größten Einzelwerten", kommentiert er. Insgesamt entfielen 40 % der Fondsgelder auf den Dienstleistungssektor.

Trotz des Drucks auf die japanische Wirtschaft will sich der Invesco-Experte auch weiterhin auf die inlandsorientierten Bereiche konzentrieren: "Ich gehe davon aus, dass sich die US-Konjunktur in der ersten Jahreshälfte wie schon im vergangenen Jahr abschwächen wird", prognostiziert Kawada. Damit sei auch das Exportgeschäft nicht mehr der allein Erfolg versprechende Faktor bei der japanischen Aktienauswahl. Vorsicht lasse er bei den Einzelhandelstiteln walten, die auf Verbraucher in der Mittelklasse abzielen. Auch bei Baufirmen, Lebensmittelkonzernen und anderen Branchen, die unter den Strukturreformen der Regierung und dem veränderten Verbraucherverhalten zu leiden hätten, halte er sich zurück. Gleiches gelte für den Bankensektor.

An zweiter Stelle der Jahresbilanz 2001 rangiert der Schroder ISF-Japanese Smaller Companies der britischen Schroders-Gruppe mit-7,45 %. Auch Schroders-Manager Naoki Suzuki setzt nach eigenen Angaben auf die Dienstleistungsbranche, die knapp ein Drittel des Depots ausmache. Daneben sei der Fonds im Einzelhandel, in der Elektroindustrie und in Finanzdienstleistern übergewichtet. Sein hohes Engagement in Einzelhandelsaktien mit fast 19 % Fondsanteil begründet der Japaner so: "Obwohl die großen Einzelhandelsketten unter der schwachen Verbrauchernachfrage leiden, gibt es einige kleinere, spezialisierte Firmen, die sogar im derzeitigen konjunkturellen Umfeld Wachstum und Gewinne vorweisen können."

In den konjunktursensiblen Branchen wie zum Beispiel Rohstoffen sei man untergewichtet, da diese wahrscheinlich weiter unter der schwachen Konjunktur litten. Derzeit reduziere das Management auch die Investitionen in defensiven Bereichen wie Versicherungs- und Lebensmittelunternehmen.

Die Fonds-Gewinner 2001: >>Tabelle

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