Wertentwicklungsanalyse der japanischen Aktienfonds für Nebenwerte
Merrill Lynch will am Trend zum gesunden Leben verdienen

Trotz schmerzlicher Kursverluste bleibt Fondsmanager Hiroshi Tateda seinem Anlagethema "Neues Japan" treu. Laut seinen Angaben konzentriert er sich ausschließlich auf innovative Unternehmen, die vom sozialen und wirtschaftlichen Wandel in Japan profitieren können.

HB/vwd FRANKFURT. Relativ gesehen ist Tateda erfolgreich. Mit dem Mercury ST Opportunities Fund-Japan erzielte er einen guten zweiten Platz unter 28 in japanischen Nebenwerten investierenden Aktienfonds. Trotzdem ist der Merrill-Lynch-Fondsmanager alles andere als zufrieden mit dem Zwölfmonatsverlust von 28,82 % per Ende August.

Tateda sucht seine Aktien nach eigenen Angaben derzeit unter anderem in den Bereichen Informationsnetzwerke, neue Medien und Dienstleistungen, Outsourcing, neue Finanzdienstleistungen, neue Gesundheitsdienstleistungen. Ihm gefalle beispielsweise das Unternehmen Goldcrest, derzeit mit 5 % Fondsquote der wichtigste Wert: "Die Firma baut qualitativ gute Eigentumswohnungen zu günstigen Preisen, die sich wie von selbst verkaufen, und hat damit ihren Marktanteil rapide vergrößert." Auch Fancl komme auf rund 5 %. Das Unternehmen habe in Japan einen Markt für Natur-Kosmetika geschaffen. Auch die Vergrößerung der Produktpalette verspreche einiges. Mittelfristig würden außerdem die Bereiche Vitaminergänzungen und Bio-Nahrung Gewinne abwerfen: "Ein Markt, der expandiert, weil die Japaner gesundheitsbewusster werden."

DWS Japan Opportunities nur auf Rang 26

Der DWS Japan Opportunities kommt mit-50,84 % nur auf Rang 26 der Vergleichstabelle. Fondsmanagerin Lilian Haag von der Deutsche-Bank-Tochter DWS führt das schlechte Abschneiden vor allem auf die starken Kursrückgänge bei den Internet- und Wachstumswerten zurück.

Als Konsequenz daraus seien in der wichtigsten Branche Dienstleistungen, deren Fondsquote bei 17 % liege, Umschichtungen vorgenommen worden. Hier liege der Schwerpunkt nun nicht auf konjunktursensiblen, konsumorientierten Firmen, sondern auf Beratungsunternehmen, die im "B2B"-Bereich tätig seien. Eine weitere Top-Branche im Fonds ist laut Haag der Einzelhandel mit 13 % Anteil. Auch hier konzentriert sie sich auf spezialisierte Firmen: "Dazu gehören zum Beispiel Discounter, die gerade in einem konjunkturell schwierigen Umfeld profitieren können." Mit 6 % Anteil sei der Parkplatzdienstleister Park24 die größte Fondsposition: "Die Wachstumsrate der kommenden Jahre wird auf bis zu 30 % geschätzt", so die Fondsmanagerin.

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