Wertentwicklungsanalyse der offenen Immobilienfonds
Fonds setzen auf Großbritannien und Frankreich

Offene Immobilienfonds können sich derzeit über mangelndes Anlegerinteresse nicht beklagen. Beispiele: der iii-Fonds Nr. 3 der HypoVereinsbank-Tochter Internationales Immobilien-Institut und der Grundwert-Fonds Degi.

HB/vwd FRANKFURT/M. So haben Mittelzuflüsse beim iii-Fonds Nr. 3 der HypoVereinsbank-Tochter Internationales Immobilien-Institut (iii) den Anteil der freien Liquidität am Fondsvermögen auf 34 % steigen lassen. Schwierigkeiten bei der Umschichtung der Mittel in Immobilien erwartet der für diesen Fonds verantwortliche iii-Geschäftsführer Axel Kraus aber nicht. Denn mit einer Strategie, die neben den besten Lagen auch entwicklungsfähige Standorte berücksichtige, böten die europäischen Immobilienmärkte ausreichend Gelegenheiten. In den zwölf Monaten bis Ende Juli erwirtschaftete der vornehmlich im europäischen Ausland investierende iii-Fonds Nr. 3 einen Wertzuwachs von 5,37%. Damit liegt er in der Rangliste der Offenen Immobilienfonds auf Platz fünf.

Zur Wertentwicklung hätten besonders die Engagements in Großbritannien beigetragen. Das gestiegene Mietniveau habe hier zu höheren laufenden Renditen und Wertsteigerungen bei den Objekten geführt. In Großbritannien - mit einer Quote von 33 % gleichzeitig das Länderschwergewicht des Fonds - konzentriere man sich keineswegs nur auf London. So habe der Fonds vor einigen Wochen in Glasgow ein Einkaufzentrum gekauft. Mit fünf Objekten setze der iii-Fonds Nr. 3 nun den ersten Schritt in den französischen Markt, sagt Kraus. Interessant seien etablierte Bürostandorte in der Nähe des Triumphbogens sowie aufstrebende periphere Bürolagen im Westen der Stadt.

Blick auf Deutschland

Mit einer auf Deutschland ausgerichteten Strategie erzielte der Grundwert-Fonds Degi eine Wertsteigerung von 3,97 %. Damit kommt der Fonds der zur Allianz-Dresdner-Immobiliengruppe gehörenden Gesellschaft Degi auf Rang 16. Momentan sei das Liegenschaftsvermögen zu 86 % im stabilen Inlandsmarkt engagiert, sagt Degi-Geschäftsführer Henning Klöppelt. Das Rhein-Main-Gebiet, das derzeit mit einem Anteil von 36 % im Portfolio dominiert, sieht er nach wie vor als einen der wichtigsten Standorte. In Frankfurt entwickle seine Gesellschaft gerade im Bankenviertel ein rund 16 000 Quadratmeter großes Bürogebäude, dessen Fertigstellung für das kommende Jahr vorsehen ist. Als Ergänzung setze der Grundwert-Fonds mit 14 % des Vermögens auf grenzüberschreitende Engagements. In Europa sei man bislang in London sowie in der Region um Amsterdam, Den Haag und Rotterdam präsent, sagt Klöppelt. Intensiv schaue er sich in den USA um. In der New Yorker Wall Street besitzt der Fonds bereits drei Objekte.

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