Wertentwicklungsanalyse der offenen Immobilienfonds
Immobilienfonds: Pariser Bürogebäude stehen bei Fondsprofis hoch im Kurs

An den unterschiedlichen Zyklen der internationalen Immobilienmärkte verdienen wollen die Fondsmanager des offenen Immobilienfonds Grundbesitz-Global. Der Fonds der zum Deutsche-Bank-Konzern gehörenden Deutsche Grundbesitz-Investmentgesellschaft (DGI) investiert dafür nur außerhalb Deutschlands.

29.8.2001 HB/vwd FRANKFURT/M. Eine Wertsteigerung von 6,27 % in den zwölf Monaten bis Ende Juli bringt den im vergangenen Jahr aufgelegten Fonds in der Rangliste der offenen Immobilienfonds auf Platz sechs. Nach Angaben von Walter Klug, DGI-Geschäftsführer, hat der Fonds nun mit dem voll vermieteten Bürogebäude "One Virginia Square" in Washington die erste US-Immobilie und das neunte Fondsobjekt gekauft. Wegen der Größe des US-Immobilienmarktes und der höheren Renditen interessiert sich Klug für weitere Objekte im Land. Für besonders attraktiv hält er die "24-Stunden-Städte" Boston, Chicago, New York und Washington.

"In Europa ist Frankreich ein wichtiger Markt", führt Klug weiter aus. Obwohl die Preise am Pariser Büromarkt bereits angezogen hätten, bleibe der Markt im Aufwärtstrend. Über hohes Wertzuwachspotenzial verfüge etwa die Fondsimmobilie "Kupka A" mit 16 000 Quadratmetern Büros in La Défense bei Paris. Zudem habe der Fonds in Frankreichs wichtigster Wirtschaftsregion Ile-de-France das voll vermietete Büroprojekt Energies Building erworben, das im Herbst 2002 fertig werden soll. Außer in Büros investiert der Fonds in Hotels: In Madrid wurde das Novotel Espana mit 236 Zimmern gekauft und ein Mietvertrag über 20 Jahre abgeschlossen.

Künftig soll ferner Zentraleuropa im Fonds Gewicht erhalten. Vor allem in Ungarn, Polen und Tschechien sieht Klug Potenzial. In Budapest hat der Fonds das Bankgebäude "Akademia Bank Center" mit einer Nutzfläche von 13 500 Quadratmetern erworben. In Asien will Klug in z.B. Hongkong, Singapur und Tokio kaufen. Im Zielportfolio des Fonds, das bis 2004 realisiert werden soll, hat Asien ein Gewicht von 10 %. Mit rund 50 % soll aber Westeuropa dominieren vor den USA mit 25 % und Zentraleuropa mit 15 %.

An mehreren Standorten investieren

Mit einer Jahresperformance von 6,40 % belegt der offene Immobilienfonds CS Euroreal in der Rangliste den vierten Platz. Wie Norbert Sowa, Direktor bei der Credit Suisse Asset Management Immobilien KAG, berichtet, hat der CS Euroreal in jüngster Zeit verstärkt hier zu Lande Gebäude gekauft. Insgesamt sei dadurch die Deutschland-Quote im Liegenschaftsportfolio zwar auf 44 % gestiegen und liege damit leicht oberhalb des angestrebten Bereichs zwischen 30 und 40 %. Dies sei jedoch eher als Momentaufnahme zu sehen, da die Verhandlungen im Ausland zurzeit etwas länger dauerten als kalkuliert.

In Deutschland hält es der Immobilienexperte für außerordentlich wichtig, gleichzeitig an mehreren sich gut entwickelnden Standorten zu investieren. Im Rhein-Main-Gebiet, der mit einem Portfolio-Anteil von rund 15 % am höchsten gewichteten deutschen Region, sieht Sowa in Frankfurt nach wie günstige Perspektiven. Attraktiv findet er auch Hamburg, das in Büro und Handel sowohl regionale als auch überregionale Bedeutung habe. In der Hansestadt habe man zuletzt den voll vermieteten historischen Sonninhof in der Bürolage "City-Süd" gekauft. Eine günstige Entwicklung bei den Leerstandsraten beobachtet Sowa ferner in Berlin.

Generell werde im Fonds zwar der Anteil Handelsflächen und gemischten Nutzungen etwas erhöht. Doch sollen Büroimmobilien das Fondsschwergewicht bleiben - aktuell dominieren sie mit knapp 80 %.

Auch beim CS Euroreal steht Frankreich hoch im Kurs. "Paris hat bei der Mietanpassung Nachholbedarf nach oben", meint Sowa. Auch Großbritannien gehört zu den bevorzugten Ländern im Fonds.

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