Wertentwicklungsanalyse der offenen Immobilienfonds
Niederländische Immobilien bevorzugt

Mit großem Abstand führt der Immobilienfonds WestInvest InterSelect in der Jahresbilanz 2001 vor den Konkurrenten. Der zweitplatzierte Haus-Invest vertraut auf eine noch höhere Quote an Auslandsengagements. Zu den bevorzugten Märkten zählen die Niederlande, Frankreich und Großbritannien.

HB/vwd FRANKFURT/M. Die europäischen Immobilienmärkte werden sich weiter gut entwickeln. Das glaubt Matthias Drüppel, stellvertretender Geschäftsführer der zur Sparkassen-Finanzgruppe gehörenden Immobiliengesellschaft WestInvest. In der Jahresbilanz 2001 der offenen Immobilienfonds liegt das Produkt der Gesellschaft, der WestInvest InterSelect, mit einem Wertgewinn von 8,41 % auf Rang eins.

"Im Rahmen des Fondskonzepts können Immobilien teilweise durch Aufnahme von Krediten finanziert werden, um hierbei Rendite steigernde Effekte zu erzielen", nennt Drüppel einen wichtigen Grund für die Wertentwicklung des Fonds im vergangenen Jahr. Bei der Zusammensetzung des Immobilienvermögens werde eine Auslandsquote von bis zu 70 % angestrebt.

Derzeit befänden sich knapp 54 % des Liegenschaftsvermögens im Inland. Die deutschen Märkte für Gewerbeimmobilien seien trotz der schwachen Konjunktur weit gehend stabil, so der Experte. Bei einem Anlaufen der Konjunktur sehe er günstige Perspektiven insbesondere in Frankfurt, München, Hamburg und Düsseldorf.

Außerhalb Deutschlands sei man mit 19 % in den Niederlanden am prominentesten vertreten. Bevorzugt werde dabei in der Randstad-Region mit den Städten Amsterdam, Den Haag, Rotterdam und Utrecht investiert. Am Immobilienmarkt Rotterdam, zu dem der Fondsstandort Capelle a. d. Ijssel gehört, befinde sich die Leerstandsquote mit 4,4 % im langjährigen Vergleich auf einem sehr niedrigen Niveau. Unter den Auslandsmärkten folge im Portfolio Frankreich mit einer Quote von fast 18 %. Dort besitze der Fonds zwei Gebäude in Paris, dem seiner Meinung nach führenden Immobilienmarkt in Euroland. Belgien komme auf fast 8 %.

Mit einem Auslandsanteil von aktuell rund 75 % erzielte der offene Immobilienfonds Haus-Invest ein Plus von 6,44 %. Das bedeutet Rang zwei für den offenen Immobilenfonds der zur Commerzbank und zur DBV-Winterthur gehörenden Commerz-Grundbesitz-Investmentgesellschaft (CGI).

Laut CGI-Sprecher Dietmar Müller will man beim Haus-Invest auch in absehbarer Zeit an grenzüberschreitenden Engagements auf dem genannten Niveau festhalten. Mit 26 % dominiere im Liegenschaftsportfolio Großbritannien, wo es am bedeutenden Londoner Markt weiterhin gute Investitionsgelegenheiten gebe. Gleich sechs Objekte seien im Großraum Paris in der Pipeline. Weitere knapp 19 % des Vermögens entfielen auf die Niederlande. Dort zeigten sich nach Meinung einiger Marktbeobachter zwar Sättigungstendenzen, doch sehe man in Amsterdam oder Rotterdam für hochwertige Büroflächen in guten Lagen günstige Perspektiven.

"Die Nachfrage an den westdeutschen Immobilienmärkten schwächte sich in den vergangenen Monaten zwar deutlich ab, aber die Marktverhältnisse sind nach wie vor gesund", meint Müller. Spätestens mir dem Anspringen der Konjunktur erwarte er unter anderem in Frankfurt und einigen Teilmärkten Berlins positive Entwicklungen.

Die folgende Übersicht zeigt die besten Fonds des Jahres 2001: Tabelle

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