Wertentwicklungsanalyse der offenen Immobilienfonds
Westinvest steuert Mittelzufluss

Offene Immobilienfonds sind wegen ihrer stetigen Wertzuwächse bei Anlegern beliebt - entsprechend hoch sind derzeit die Mittelzuflüsse dieser Produkte. Für viele Gesellschaften stellt sich dabei die Frage: Wohin mit dem Geld? Denn nicht immer sind ausreichend attraktive Immobilienobjekte auf dem Markt.

HB/vwd FRANKFURT/M. Viele Fonds legen ihr nicht in Immobilien investiertes Kapital am Rentenmarkt an. Dies kann allerdings auf die Performance drücken, wenn die Bonds schwächer tendieren. Doch es gibt Auswege: Um nicht zu viel Liquidität halten zu müssen, setzt etwa der Westinvest Interselect auf eine gezielte Abstimmung von Marketing und Immobilieninvestitionen. "Es wird für diesen Fonds nur dann verstärkt geworben, wenn Immobilien kurz vor der Übernahme stehen", sagt Wolfgang Schwanke, Generalbevollmächtigter der zur Sparkassenorganisation gehörenden Westinvest Gesellschaft für Investmentfonds. Aktuell liege die Liquiditätsquote dieses überwiegend im europäischen Ausland investierenden Fonds bei rund 20 % und damit nahe dem angestrebten Niveau von 15 %. In den zwölf Monaten bis Ende September erwirtschaftete der WestInvest Interselect eine Performance von plus 5,82 %. Im Feld der 18 offenen Immobilienfonds bedeutet dies Platz eins. Anlageschwerpunkt außerhalb Deutschlands ist laut Schwanke Frankreich, wo sich zurzeit 31 % des Liegenschaftsvermögens befinden. "In Paris sehen wir nach wie vor gute Chancen", sagt er.

Mit einem Wertzuwachs von rund 5 % belegt der Grundbesitz-Invest der zur Deutsche-Bank-Gruppe gehörenden DB Real Estate Investment GmbH den fünften Platz. Nach Angaben des für den Grundbesitz-Invest verantwortlichen Managers Werner Welter sind derzeit rund 75 % des Immobilienvermögens im Inland investiert. "Wir haben unseren Schwerpunkt in den Ballungsgebieten Deutschlands", so der Immobilienfachmann. Hierzulande hätten sich die Mieten nach der Hochphase vor eineinhalb Jahren auf niedrigerem Niveau weitgehend stabilisiert, analysiert er. Gerade habe man in Frankfurt-Niederrad das Bürohaus "Atricom" mit rund 41 000 Quadratmetern Büroflächen gekauft, berichtet der Experte. Der Erwerb dieses nahezu voll vermieteten Gebäudes zeige auch, dass nach wie vor ausreichend Objekte guter Qualität auf dem Markt seien.

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