Wertentwicklungsanalyse der offensiven Mischfonds: Strategen raten auch nach Irakkrieg zur Vorsicht

Wertentwicklungsanalyse der offensiven Mischfonds
Strategen raten auch nach Irakkrieg zur Vorsicht

Der Irak-Krieg dämpft den Optimismus der Manager der offensiven Mischfonds.

HB/vwd FRANKFURT/M. Auf die hohen Kursverluste hat Andreas Grünewald, Vorstand des Münchener Vermögensverwalters FIVV AG und Berater des FIVV Universal Fonds, reagiert: Er hat hohe Liquiditätsreserven von 24 % des Fondsvermögens aufgehäuft. Mit relativem Erfolg: Mit einer Werteinbuße von 23,42 % in den vergangenen zwölf Monaten per Ultimo Februar reichte es für den nur 3 Mill. leichten Fonds für Platz vier im Vergleich der offensiv ausgerichteten Mischfonds, die vorwiegend in Aktien investieren.

Laut Grünewald wurde die Aktienquote wegen der "instabilen geopolitischen Situation und bestenfalls gedämpfter Konjunkturaussichten in Amerika, Japan und Europa" auf 46 % reduziert. Im Aktienbereich konzentriere er sich auf dividendenstarke Werte aus defensiven Branchen wie Pharma und Energie sowie den Rohstoffbereich, speziell Goldminentitel. Bei den Gesundheitsaktien gefallen dem Fondsberater die Hersteller von Nachahmerpräparaten. Als Beispiele nennt er die deutsche Stada und die israelische Teva Pharmaceuticals. Für das Engagement im Goldsektor spreche die geopolitische Lage, die Investoren in den "sicheren Hafen" Gold treibe. Auf der Rentenseite konzentriert sich Grünewald auf Anleihen mit mittleren Laufzeiten von bonitätsstarken Emittenten, die im schlechtesten Fall ein BBB-Rating haben.

Daniel Kutschker, Portfolio-Manager bei der Wüstenrot & Württembergischen Asset Management, gibt sich bei der Prognose für die Aktienmärkte vorsichtig - auch im Falle eines baldigen Ende des Irak-Kriegs: "Belastungsfaktoren sind das hohe Haushaltsdefizit in Amerika, Bilanzprobleme und die hohe Verschuldung vieler Unternehmen und die Kriegskosten", sagt der Berater des W&W Global-Fonds BWK, der mit einer Werteinbuße von 23,8 % Rang sechs belegt. Der Fonds hat einen Aktienanteil von 65 % sowie eine Renten- und Liquiditätsquote von 30 bzw. 5 %. Als Beispiele für aus seiner Sicht attraktive Aktien nennt er den britischen Pharmawert Glaxo Smithkline, die japanische KAO, die amerikanische Ratingagentur Moody?s und den niederländischen Versicherer Aegon.

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