Wertentwicklungsanalyse der Rentenfonds für Hochzinsanleihen: Zloty-Anleihen mit besten Chancen

Wertentwicklungsanalyse der Rentenfonds für Hochzinsanleihen
Zloty-Anleihen mit besten Chancen

Bei seinen Investitionen an den Anleihemärkten der EU-Beitrittskandidaten Zentral- und Osteuropas sieht Roman Swaton bei polnischen Zloty-Papieren die besten Chancen.

HB/vwd FRANKFURT/M. "Wir rechnen im ersten Halbjahr mit weiteren Leitzinssenkungen um drei Prozentpunkte", begründet der Rentenexperte der zur österreichischen Erste-Bank-Gruppe gehörenden Fondsgesellschaft Erste-Sparinvest seinen Optimismus. Swaton betreut den auf die Beitrittskandidaten zur Europäischen Union spezialisierten Rentenfonds Danubia-Rent A. Dieser erreichte mit einem Zwölfmonats-Wertzuwachs per Ultimo November von 22,74 % in der Gruppe der 141 Schwellenländer- und Hochzins-Rentenfonds Platz vier.

Zurzeit hat der Fondsmanager knapp 40 % der verwalteten Mittel am polnischen Rentenmarkt investiert. Wie Swaton verrät, bevorzugt er zwei- bis vierjährige Titel in polnischen Zloty, wobei er hauptsächlich auf Staatsanleihen setze. In Ungarn, wo der Fonds mit über 15 % engagiert sei, sieht er nur noch begrenzte Ertragschancen. Für den tschechischen Anleihemarkt mit seinen geringen Renditevorsprüngen gegenüber Euroland ist Swaton auf Sicht von drei und zwölf Monaten pessimistisch. Belastend könnte sich seiner Einschätzung nach neben den Parlamentswahlen im Juni ein höheres Netto-Emissionsvolumen auswirken.

Mit insgesamt rund einem Drittel des Fondsvermögens sei er größtenteils in auf Euro lautenden Emissionen von Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Slowenien und Rumänien engagiert. "Unter den EU-Beitrittskandidaten im Hartwährungsbereich gefällt uns Bulgarien am besten", sagt er.

Auch der Capital Invest Central Europe Bond T konzentriert sich auf die Anleihemärkte der Länder, die der EU beitreten wollen. Mit einem Plus von 18,18 % belegt dieser Fonds der zur österreichischen Bank-Austria-Gruppe gehörenden Gesellschaft Capital Invest PLatz acht.

Auch Fondsmanagerin Margarete Strasser hält derzeit den polnischen Rentenmarkt für den aussichtsreichsten. Dies komme auch darin zum Ausdruck, dass sie nach den Parlamentswahlen im vergangenen September die Gewichtung der Zloty-Papiere von 35 auf jetzt 43 % angehoben habe. Dabei setze sie hauptsächlich auf Staatsanleihen mit mittleren Laufzeiten zwischen drei und fünf Jahren.

Als zweitstärksten Markt stuft die Expertin Ungarn ein, wo sie mit 35 % des Fondsvermögens engagiert ist. Die Gewichtung der tschechischen Titel habe sie zuletzt von 2 % auf 6 % aufgestockt.

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