Wertentwicklungsanalyse der Rentenfonds für Unternehmenstitel in europäischen Währungen
Experten setzen auf Firmenanleihen aus der zweiten Reihe

"Unternehmensanleihen könnten 2003 die Asset-Klasse des Jahres werden", sagt Ampega-Fondsmanager Linbo He. Er begründet seine Aussage damit, dass viele Unternehmen Schulden abgebaut und Kosten gesenkt hätten und eine konjunkturelle Erholung zu erwarten sei. Dies werde sich in steigenden Kursen niederschlagen, glaubt er.

vwd/HB FRANKFURT/M. Ampega ist eine gemeinsame Tochter des Versicherers HDI und Putnam Investments. In den 12 Monaten bis Ende Januar legte der von He betreute Euro Rent C um 8,50 % zu und erreichte Platz zehn unter 44 Rentenfonds für Unternehmenstitel. Diese Gruppe umfasst jene Fonds, die vorwiegend in Anleihen investieren, die auf europäische Währungen lauten und die Investmentgrade-Status haben, das heißt mit "BBB" oder besser bewertet sind.

Mit 68 % entfällt der Löwenanteil der Gelder laut He auf Titel mit "A"-Rating. Diese werden sich seiner Meinung nach deutlich besser entwickeln als Top-Anleihen mit "AAA"-Bewertung, die inzwischen zu teuer seien: Während die durchschnittliche Rendite der "BBB"-Papiere bei 5,8 % liege, rentierten "AAA"-Bonds mit 4,2 %. "Ein Qualitätsvorsprung von 1,6 Prozentpunkten ist übertrieben", findet He. Von einem Konjunktur-Aufschwung dürften nach seiner Meinung vor allem Telekom - und Industrieanleihen profitieren. Entsprechend habe er den Telekom-Sektor in den Fonds verstärkt. Er vereine inzwischen 20 % des von ihm verwalteten Vermögens auf sich . Ein Beispiel sei der 7-prozentige "BBB"-Bond von France Telecom mit Fälligkeit 2009.

Ein Minus von 2,05 % bedeutet Platz vier für den M & G Corporate Bond Fund A, der in Britische- Pfund-Anleihen investiert. Der Wertverlust resultiert laut Fondsmanagerin Anna Lees-Jones von der britischen Gesellschaft M & G vor allem aus der Aufwertung des Euros gegenüber dem britischen Pfund.

Auch Lees-Jones sieht die besten Kurschancen bei "BBB"- und "A"-Titeln, die etwa zwei Drittel des Fondsvermögens ausmachten. "AAA"-Papiere seien zu teuer. 7 % der Fondsgelder steckten in Telekom-Anleihen. Als Schwerpunkte nennt die M & G-Managerin Titel von British Telecom, Deutsche Telekom und France Telekom. Mit 23 % sei der Finanzsektor prominent vertreten, etwa Anleihen von HBOS und Royal Bank of Scotland.

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