Wertentwicklungsanalyse der Schwellenländer-Aktienfonds
Pictet will mehr brasilianische Werte ins Depot nehmen

John Paul Smith hält den brasilianischen Aktienmarkt für recht günstig bewertet. Der Emerging-Markets-Aktienexperte betreut den Pictet P.T.F. Emerging Markets P. Er habe nun langsam mit der Aufstockung seiner Brasilienquote von 1,5 % auf bislang knapp fünf Prozent begonnen, berichtet der von London aus tätige Fondsmanager der schweizerischen Gesellschaft Pictet.

HB/vwd FRANKFURT/M. In den zwölf Monaten bis Ende September musste der Pictet-Fonds einen Wertverlust von 37,45 % hinnehmen. In der Gruppe der zehn größten Emerging-Markets-Aktienfonds belegt dieses Produkt einen der hinteren Ränge. Unter allen 63 Fonds mit diesem Anlageschwerpunkt bedeutet dies Platz 37.

Wie Smith berichtet, stehen bei seinen Engagements an der Börse in Sao Paulo vor allem Telekomanbieter wie Brasil Telecom oder Tele Norte Leste im Mittelpunkt. Attraktiv finde er auch den in seinen Augen deutlich unterbewerteten Hersteller von regionalen Passagierjets Embraer. Insgesamt seien Aktien aus Lateinamerika mit knapp sechs Prozent des Fondsvermögens seit einiger Zeit im Portfolio deutlich untergewichtet. Vor allem mexikanische Dividendentitel erschienen ihm momentan relativ teuer.

Schwergewicht des Fonds in der Region bleibe mit einer Quote von 48 % das aufstrebende Asien. Dabei sieht Smith seinen Angaben zufolge das größte Potenzial in Ländern, die von vielen Börsianern in jüngster Zeit eher vernachlässigt worden seien. Zu diesen zähle Thailand, wo er derzeit mit über acht Prozent der Gelder investiert sei. Er konzentriere sich auf Firmen aus dem Finanzbereich mit Restrukturierungsphantasie. Als Beispiele nennt er die mit fast drei Prozent größte Portfolioposition Bangkok Bank, außerdem Thai Farmers Bank. Auf den Philippinen favorisiere er die in der Nähe ihres Allzeit-Tiefs notierende Aktie der Grundstückshandelsgesellschaft Ayala Land. Interessant finde er darüber hinaus den bedeutendsten philippinischen Shopping-Center-Betreiber SM Prime, der sich während der Konjunkturverlangsamung recht widerstandsfähig präsentiert habe. Mit über 14 % gewichtet Smith nach seinen Angaben Südkorea nach wie vor am stärksten. Dort gefielen ihm der D-Ram-Weltmarktführer Samsung Electronics und der Stahlkocher Pohang Iron & Steel.

Aus anderen Regionen dominiere im Portfolio immer noch Südafrika. Doch die Position habe er inzwischen insbesondere über Gewinnmitnahmen bei Goldminengesellschaften auf zwölf Prozent reduziert.

Mit einem Minus von 43,65 % belegt der Mercury ST-Emerging in der Gruppe der größten Schwellenbörsenfonds den letzten Rang. Im Gesamtfeld reicht dieses Resultat des Produktes der Gesellschaft Merrill Lynch Investment Managers für den 57. Platz.

Auch im Merrill-Fonds spielt Asien mit einem Portfolioanteil von 51 % die Hauptrolle. Der Länderfavorit von Fondsmanagerin Josephine Ragni in dieser Region heißt Südkorea. Ihrer Meinung nach wird das Land am deutlichsten von einer Konjunkturerholung in den Vereinigten Staaten profitieren. Außerdem seien die Aktien attraktiv bewertet. Ihr wichtigster Wert sei Samsung Electronics mit über vier Prozent Fondsquote. Mit 16 Prozent der Gelder setze sie auf den taiwanesischen Aktienmarkt, an dem High-Tech-Werte eine wichtige Rolle spielten. Zu den größten Fondspositionen zählten die Chip-Produzenten Taiwan Semiconductor und United Microelectronics.

In Lateinamerika ist Ragni nach ihrer Darstellung mit 25 % des Fondsvermögens engagiert. Dabei sei sie mit zwölf Prozent in Mexiko übergewichtet, sagt sie. Der Telekommunikationswert Telefonos de Mexico sei am stärksten berücksichtigt. Auf russische Werte entfielen knapp sieben Prozent des Fondsvermögens. Dies begründet sie unter anderem mit dem robusten Reformprozess.

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