Wertentwicklungsanalyse der Schwellenländer-Aktienfonds
Südkorea bleibt attraktiv

Südkorea ist derzeit bei Fonds-Managern sehr beliebt. Überhaupt gehen die Fonds-Experten davon aus, dass Aktien aus Schwellenländern mehr Potenzial bieten als Papiere aus Industrieländern.

HB/vwd Frankfurt/M. Chris Palmer ist optimistisch, dass sich die Schwellenländer-Börsen auch im weiteren Jahresverlauf besser entwickeln werden als die Börsen der etablierten Industrieländer. Beim Gartmore Sicav Emerging Markets Fund A konzentriere er sich derzeit unter anderem verstärkt auf Aktien von Unternehmen mit niedrigem Kurs/Gewinn-Verhältnis und guter Kursdynamik. Der Fondsmanager der zur amerikanischen Finanzdienstleistungsgruppe Nationwide Mutual gehörenden Investmentgesellschaft Gartmore kann einen Zwölfmonats-Wertgewinn per Ende Februar von 15,38 % vorweisen. Damit führt er den Konkurrenzvergleich von 66 weltweit an den Schwellenbörsen anlegenden Aktienfonds an (Tabelle). "Wir sind in einigen asiatischen Märkten zuversichtlicher geworden", sagt Palmer. Seine größte Länderposition Südkorea habe er kürzlich auf 22 % aufgestockt. An der Börse in Seoul gefalle ihm die mit über 5 % am höchsten im Portfolio gewichtete Aktie von Samsung Electronics, einem der weltweit führenden Unternehmen auf den Gebieten Halbleiter und Konsumelektronik. Interessant finde er auch den koreanischen Elektrogerätehersteller LG Electronics. In Asien sei der Fonds derzeit mit fast 12 % der Gelder auch am taiwanesischen Aktienmarkt stark engagiert. In Lateinamerika setzt der Fondsmanager nach eigenen Angaben mit über 14 % der Mittel verstärkt auf Mexiko. Ihm gefalle die mit Abstand größte Supermarktkette des Landes Wal-Mart de Mexico, bei der die sich weiter verbessernden wirtschaftlichen Bedingungen in Mexiko zu positiven Gewinnüberraschungen führen könnten. Wojciech Stanislawski kommt mit dem Magellan Sicav auf einen Wertzuwachs von 12,95 % und damit auf Rang sechs. "Wir suchen Aktien mit überdurchschnittlicher Gewinnvisibilität und geringer Abhängigkeit von Konjunkturzyklen, die von einer zunehmenden Kaufkraft der Mittelklasse in den aufstrebenden Ländern profitieren dürften", erklärt der Aktienspezialist der französischen Gesellschaft Comgest. Er bevorzuge Aktien aus konsumnahen Bereichen. Auch bei ihm ist Südkorea das Länderschwergewicht mit 15 % Anteil am Fondsvermögen, kommentiert er. Er halte beispielsweise viel vom Kosmetikunternehmen Pacific Corporation. Zu seinen Favoriten zählten dort ferner die führende Einzelhandelskette des Landes Shinsegae Department Store sowie das größte koreanische Sicherheitsunternehmen S1. Die größte Einzelposition des Fonds sei derzeit das mit über 5 % im Portfolio gewichtete kroatische Pharmaunternehmen Pliva, das in Polen, Russland und Tschechien starke Präsenz zeige.

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