Wertentwicklungsanalyse der US-Aktienfonds für Standardwerte
US-Aktienfonds: Citigroup nimmt Abstand von Tech-Werten

Die Terror-Attacken haben besonders die Fonds mit Anlageschwerpunkt USA getroffen. Fondsmanager sind für die Zukunft aber nicht gänzlich pessimistisch. Die Aufbauarbeiten und Investitionen in mehr Sicherheit könnten der Wirtschaft Impulse geben.

24.09.2001 HB/vwd FRANKFURT/M. Die Terror-Anschläge in den USA und ihre Folgen haben auch die Fondsgesellschaften schwer getroffen, doch schauen die Verantwortlichen nicht ohne Mut nach vorne: "Wir sind der Meinung, dass die Grundfesten der Wirtschaft und die globalen Märkte sich von diesem Sturm langfristig erholen werden", erklärt John Goode, der Fondsmanager des CitiEquity US Value Fund A Ord. der Fondsgesellschaft Citigroup Asset Management.

Der Fonds belegt mit einem Zwölfmonats-Wertverlust per Ende August von 2,81 % unter 154 ausgewerteten, in US-Aktien investierenden Aktienfonds den 10. Rang. Zwar gibt es laut Goode Potenziale für eine kurzfristige "Flucht zur Qualität". Die Geschichte habe aber gezeigt, dass auf turbulente Ereignisse oft steigende Erträge an den Aktienmärkten folgen.

Mittelfristig, erläutert Goode, ruhen "weltweit alle Augen auf dem Verbraucher". Das größte wirtschaftliche Risiko der Tragödie in den USA liege in einem möglicherweise nachlassenden Vertrauen der Verbraucher mit einem Ausgabenrückgang als Folge. Die Anstrengungen der Unternehmen, sich von der Katastrophe zu erholen, und die Anstrengungen der Regierung, einen besseren Schutz gegen solche Ereignisse aufzubauen, könnten dagegen als Katalysatoren für eine Erholung der Wirtschaft wirken. Goode sieht aber Unterschiede in den künftigen Entwicklung verschiedener Marktsegmente: "Nebenwerte sind besser weggekommen als Standardwerte", sagt der Fondsmanager, "und ich denke, dass dieser Trend über die kommenden drei bis vier Jahre anhält".

"Technologie-freie" Diät

Als Konsequenz aus dieser Einschätzung will Goode mit einen Anteil von etwa 25 % des Portfolios auf Small- und Mid-Cap-Werte setzen. Das vergleichsweise gute Abschneiden des Fonds erklärt Goode damit, dass er seinem Depot ab März 2000 eine "technologie-freie" Diät verpasst habe. Den größten Anteil am Fondsportfolio stellen Finanztitel mit einem Anteil von 25,9 %, gefolgt von Investitionsgütern (11,4 %). Größte Einzelwerte waren Ende August Bank of America (Portfolioanteil: 2,7 %), IBM (2,3 %) und Chevron (2,2 %). Daniel L. Miller und Jeffrey R. Lindsey erklären das schlechte Abschneiden ihres Putnam New Opportunities (US Aggressive Growth) A mit der hohen Gewichtung von Medientitel. Mit einem Zwölfmonats-Wertverlust per Ende August von 57,00 % liegt der Fonds derzeit auf Rang 151.

Positive Impulse seien dagegen aus den Segmenten Gesundheit und zyklische Konsumwerte gekommen, als Beispiele nennen Miller und Lindsey Aktien die Pharmawerte Pfizer und United Healthcare. Auf die Entwicklung der vergangenen zwei Monaten reagierten die Fondsmanager mit einer deutlichen Reduzierung der Anteile von Technologiewerten auf 26,98 % per Ende August, nachdem zum Ende des zweiten Quartals Tech-Aktien noch einen Portfolio-Anteil von 31,73 % stellten. Ausgebaut haben Miller und Lindsey dagegen den Anteil von Aktien aus dem Gesundheitssektor, der nun bei 22,59 % nach 19,18 % per Ende Juni liegt. Nur eine vergleichsweise geringe Änderung zeigt sich im Bereich Konsummassenartikel, hier erhöhten die Fondsmanager den Anteil moderat auf 17,16 % (16,43 %).

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