Wertentwicklungsanalyse der weltweit anlegenden Aktienfonds
Fondsmanager bevorzugen Nebenwerte

"Die Börsen brauchen noch einmal eine Korrektur, um ganz bereinigt zu sein", glaubt Winfried Walter. Der Aktienstratege von der Albrech & Cie Vermögensverwaltung AG begründet die Erwartung eines Rückschlages mit den hohen Bewertungen.

HB/vwd FRANKFURT/M. Beim amerikanischen Dow-Jones-Index hält er ein Abrutschen bis auf 8 400 Punkte für möglich. Walter berät den Albrech & Cie Optiselect Fonds Thesaurierend. Dieses Produkt der zur DAB Bank gehörenden Fondsgesellschaft DAB Advisor I Funds Sicav kommt mit einem Zwölfmonats-Wertgewinn per Ende Februar von 8,19 % auf den vierten Platz unter 293 international anlegenden Aktienfonds.

Im vergangenen Jahr setzte Walter nach seinen Angaben mit Erfolg massiv auf Titel mittelgroßer Firmen mit ausgeglichenen Bilanzstrukturen und Ertragspotenzial. "Standardwerte sind unserer Meinung nach zu teuer", erläutert er. Zu den größten Einzelpositionen zählten die deutsche Mittelstands-Beteiligungsgesellschaft Indus Holding mit einer Gewinnrendite von rund 15 % und einer Dividendenrendite von 6 %. Mit einem Anteil von 5 % im Fonds sei Indus die zweitgrößte Einzelposition im Fonds.

Innerhalb des zurzeit 38-prozentigen Europateils des Fonds ist Walter außerhalb Deutschlands auf der Suche nach renditestarken Werten in der Nahrungsmittelbranche fündig geworden. Zu seinen Favoriten in diesem Bereich zählten Numico aus den Niederlanden und Parmalat aus Italien. In den USA seien 18 % der verwalteten Mittel konzentriert. Beim südkoreanischen Elektronikriesen Samsung Electronics habe er nach den rasanten Kursanstiegen der vergangenen Monate zwar leichte Gewinnmitnahmen getätigt. Ungeachtet dessen ist Samsung Electronics nach seiner Darstellung mit 6 % Anteil weiterhin der am höchsten gewichtete Titel des Fonds. Walter zufolge ist das Erwirtschaften von Zusatzerträgen durch Stillhaltergeschäfte - der Verkauf von Call- und Put-Optionen - fester Bestandteil des Fondskonzepts. Den jährlichen Performancebeitrag solcher Engagements schätzt der Vermögensverwalter auf 4 % bis 6 %.

Ein Plus von 6,84 % bringt den FMM-Fonds der zur BHF-Bank gehörenden Gesellschaft Frankfurt-Trust auf den sechsten Platz. Dabei konzentriert sich das Produkt, das von der Dr. Jens Ehrhardt Kapital AG beraten wird, zurzeit mit 65 % des Fondsvermögens auf deutsche Aktien, wie Berater Eberhard Weinberger informiert.

Der FMM-Fonds setzte vor allem auf die günstig bewerteten mittelgroßen Werte. Mit einem Portfolioanteil von fast 9 % sei der Düngemittelproduzent Kali und Salz die größte Position des Fonds. Interessant sei auch das Haarkosmetikunternehmen Wella, das deutlich günstiger bewertet sei als der französische Weltmarktführer L?Oreal. Im Branchenvergleich attraktiv bewertet sei auch die Aktie der Versicherungsgesellschaft Allianz Leben. In nächster Zeit könnten sich nach Einschätzung des Aktienspezialisten aber bei den großen Standardwerten allerdings bessere Chancen bieten als bei den Nebenwerten.

Im europäischen Ausland mag Weinberger nach seiner Darstellung insbesondere Ölwerte, die von einer möglichen Angebotsverknappung des Öls beflügelt werden könnten. Aussichtsreich seien Royal Dutch, als kleine Beimischung die russische Ölgesellschaft Yukos Oil.

Mit der frühzeitigen prominenten Gewichtung der südafrikanischen Goldminenwerte Gold Fields und Anglogold habe der Fonds bereits kräftig von der Hausse in diesem Segment profitiert, berichtet Weinberger. Und auch weiterhin will der Fondsberater an diesen Titeln wegen ihres stabilisierenden Charakters im Portfolio festhalten.

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