Wertentwicklungsanalyse
Die Experten zieht es zu Gold und Öl

Trotz der jüngsten Verluste weisen Goldminenaktien immer noch stolze Gewinne auf. Ölfirmen sollten ebenfalls im Portfolio sein. Fonds der Credit Lyonnais sowie von CS Equity Fund setzen darauf.

HB/vwd FRANKFURT/M. Der Fonds Dynalion Minergior des französischen Investmenthauses Credit Lyonnais verbuchte mit einer starken Goldexposition einen Wertzuwachs von 9,73 % über die vergangenen zwölf Monate per Ende Mai. Das bedeutet Rang zwei unter 31 auf Rohstoffaktien ausgerichteten Fonds.

Nach der jüngsten Entwicklung bei den Goldminen-Titeln reduzierte Credit-Lyonnais-Managerin Anne Ruffin die Gesamtposition im Depot. "Unsere Position lag zuvor bei 48 Prozent des Fondsvolumens. Nach Gewinnmitnahmen liegen wir jetzt bei 43 Prozent", erklärt sie. Gold bleibe allerdings attraktiv. Die vier größten Positionen des Fonds kommen nach Angaben der Investmentexpertin aus dem Sektor. Newmont Mining und Barrick Gold seien mit jeweils über 9 % Depot-Schwergewichte.

Ölfirmen profitierten so stark von dem hohen Ölpreis, dass man sie ebenfalls im Portfolio haben müsse. Somit seien Unternehmen wie BP, Exxon Mobil oder Total Fina Elf mit insgesamt 13 % im Fonds vertreten. Auch Öldienstleister-Firmen hat Ruffin nach eigenen Angaben ins Depot hineingenommen. Sie erwarte, dass die Großen der Branche viel Geld für diese Unternehmungen ausgeben würden, vor allem nach den sehr hohen Ölpreisen der vergangenen drei Jahre.

Ähnlich wie die Credit-Lyonnais-Expertin setzt auch der Manager des CS Equity Fund (Lux) Resources-Global B, Neil Gregson, auf den Minensektor. Mit einem Minus von 3,23 % liegt das Portfolio liegt auf Platz acht.

Rohstoffunternehmen würden jetzt besser dastehen, meint Gregson. Außerdem würden die Anleger in Erwartung einer globalen wirtschaftlichen

Erholung verstärkt diese Werte kaufen. Der Minensektor mache knapp die Hälfte des Depots aus, davon sei ein Großteil in Goldtiteln angelegt: "Gold hat eine gute Performance, wenn die Zinsen niedrig sind, der Dollar schwach, Inflation vorhanden ist und Ängste am Aktienmarkt vorherrschen. Bis auf die Inflation haben wir all diese Bedingungen." Gold sei für ihn somit eine Art Versicherung, und eine gute Streumöglichkeit im Portfolio.

Zu den größten Positionen gehörten daneben Rio Tinto mit 9 % Fondsquote, Billiton mit 7 % und Alcoa mit 6 %. Die Stahlbranche lasse er dagegen links liegen.

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