Wertentwicklungsanalyse europäischer Nebenwertefonds
Lupus Alpha setzt auf Sportschuhe und Fliesen

In Zeiten anhaltender Aktienbaisse zählt schon die Begrenzung von Verlusten als Anlageerfolg.

HB/vwd FRANKFURT/M. So nennt etwa Josef Schopf die Tatsache, dass es gelungen sei, "die großen Verlierer zu meiden" als wichtigen Grund für das relativ gute Abschneiden des von ihm gesteuerten Lupus Alpha Smaller Euro Champions in den zurückliegenden zwölf Monaten. Das Produkt der unabhängigen Fondsgesellschaft Lupus Alpha weist per Ende Oktober für diesen Zeitraum einen Verlust von 9,95 % aus. Das reicht für Platz fünf unter 89 Aktienfonds für europäische Nebenwerte.

"Die Titelauswahl im Fonds orientiert sich ausschließlich am mittelfristigen Umsatz- und Ergebnispotenzial eines Unternehmens, an seiner Marktstellung sowie der Qualität und Strategie des Managements", sagt der Fondsmanager. Zu seinen Favoriten zähle der deutsche Sportartikelhersteller Puma. Die Firma zeichne sich durch eine "clevere Managementstrategie" sowie durch eine enorm starke Umsatz- und Ergebnisdynamik aus, die angesichts eines hohen Auftragsbestandes auch bereits für die kommenden Monate gesichert sei.

Ein weiterer Favorit ist laut Schopf die italienische Graniti Fiandre, die Bodenfliesen produziere, die in Aussehen und Eigenschaften Naturprodukten aus Marmor und Granit treffend ähnelten, dabei aber um rund die Hälfte billiger seien. Der Nischenanbieter werde sich künftig durch Produktionsstätten im Ausland noch weiter verbessern.

Zu den interessanten Unternehmen gehöre auch die holländische Firma Fugro, die auf die Erhebung seismischer Daten beispielsweise für die Erdölindustrie spezialisiert sei. Bei dieser Firma dürfte das Wachstum seiner Meinung nach schon deshalb weiter stark bleiben, weil seismische Daten in Zeiten, in denen sich die leicht erreichbaren Ölvorkommen der Erde langsam aber sicher dem Ende zu neigten, auch in Zukunft stark gefragt seien.

"Das sind Beispiele für Firmen, deren Aktien auch in sehr schwierigen Marktphasen gut abschneiden können", betont Schopf. Seiner Meinung nach dürfte die Korrektur an den Aktienmärkten inzwischen überstanden sein. Er registriere einen steigenden Optimismus bei den Unternehmen, was die Einschätzung ihrer weiteren Geschäftsentwicklung angehe. Sein Ausblick: "Weil die Aktienmärkte auf jetzigem Niveau außerdem stark überverkauft sind, ist eine Erholung zumindest bis Ende des Jahres recht wahrscheinlich."

Mit einem Verlust von 10,48 % rangiert der Axa Rosenberg Europe Ex Small Cap Alpha Fund-UK auf dem zweiten Rang. Die Aktienauswahl für diesen Fonds wie für andere Axa-Rosenberg-Produkte stütze sich allein auf eine Computeranalyse, erklärt der verantwortliche Fondsmanager Paul Mangat.

"Unser Ziel ist es dabei, diejenigen Unternehmen herauszufinden, die zum einen über ein überdurchschnittliches Wertzuwachspotenzial verfügen und zum anderen aktuell preiswerter an der Börse gehandelt werden als andere Titel innerhalb ihrer Branche", sagt der Fondsmanager der zur Axa-Versicherumgsgruppe gehörenden Investmentgesellschaft. Zu seinen größten Einzelpositionen zählten Fom Const Y Contra, Banque National Belgique, Italcementi und Finnair.

Zur Auswahl dieser und anderer Unternehmen ziehe das computergestützte Modell eine Vielzahl von Daten heran. Neben Unternehmensdaten, beispielsweise aus der Bilanz- oder Gewinn- und Verlustrechnung gehörten dazu etwa auch Kapitalmarktdaten.

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