Wertentwicklungsanalyse europäischer Nebenwertefonds
Threadneedle achtet auf Cash-Flow

Seit Jahresbeginn haben sich europäische Nebenwerte besser entwickelt als Standardtitel. Die Manager von europäischen Nebenwertefonds geben ihnen weiter größeres Potenzial als marktbreiten Werten.

HB/vwd FRANKFURT/M. "Kleine und mittelgroß kapitalisierte Aktien sind vom Kurs-Gewinn-Verhältnis her preiswerter", sagt Threadneedle-Fondsmanager Paul Doyle. Er managt mit dem Threadneedle European Smaller Companies Growth Fund einen Fonds, der ausschließlich in kleinere kontinentaleuropäische Werte mit raschem Wachstum investiert. Das Produkt der britischen Investmentgesellschaft Threadneedle erwirtschaftete in den zurückliegenden zwölf Monaten per Ende Juni einen Verlust von 11,99 %. Damit belegt es Platz vier in der Wertentwicklungsrangliste von 84 Fonds, die in europäische Nebenwerte investieren.

Der Fondsmanager konzentriert sich bei der Auswahl der Titel für den European Smaller Companies Fund allein auf die Perspektiven einzelner Unternehmen. In der Regel habe der Fonds um die 100 Aktien im Portfolio und sei damit breit aufgestellt. Bei der Auswahl achte er darauf, dass die Unternehmen einen positiven Cashflow erzielen. Doyle gefallen Neopost Group, die als Anbieter für Postversandtechnik in Europa die Nummer eins seien, und das schwedische Unternehmen Nobel Biocare. Der Hersteller von Zahnimplantaten weise eine Wachstumsrate von etwa 20 Prozent pro Jahr aus.

Hauptsächlich in mittelgroße Wachstumswerte aus Gesamteuropa investiert der Fidelity Funds - European Mid Cap Fund. Das Produkt der Investmentgesellschaft Fidelity belegt mit einem Zwölf-Monats-Verlust von 15,73 % Platz zehn der Tabelle. Unternehmen mittlerer Größe wie der norwegischer Hersteller von Ausstattungen für Videokonferenzen, Tandberg, oder die italienische Spezialchemiefirma Recordati zählen zu den Lieblingswerten von Fondsmanager Trygve Toraasen. Diese Unternehmen hätten bewiesen, dass ihre Produkte und Dienstleistungen bereits vom Markt akzeptiert seien. Er setze auf mittelgroße Werte, da sie noch klein genug seien, um einige Jahre stark wachsen zu können - und gleichzeitig nicht so riskant seien wie Werte mit geringer Marktkapitalisierung. Viele der Aktien, die er derzeit im Portfolio halte, arbeiteten in wachstumsstarken Branchen wie dem Pharma-Bereich. Deutlich untergewichtet sei er hingegen in Sektoren wie Chemie oder Basisindustrie. Dort sei nur wenig Wachstum möglich, sagt Toraasen.

Quelle: Handelsblatt

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