Wertentwicklungsanalyse europäischer Rentenfonds
Rentenfonds: Bayern LB bleibt Dollar-Anleihen treu

Eine defensive Anlagestrategie ist Trumpf. Das erklärt Fondsmanager Klaus Müller, der den Bayern LB Rendite Fonds AL betreut. Er rechnet bei den Anleihen mit Kursverlusten und will deshalb nach eigenen Angaben die Bestände an Anleihen mit langen Laufzeiten zugunsten von Kurzläufern umschichten.

24.8.2001 HB/vwd FRANKFURT/M. Der Fonds der Bayerischen Landesbank kommt dank eines Zwölfmonats-Wertgewinns per Ende Juli von 8,42% auf Rang neun unter 84 europäischen Rentenfonds.

Müllers Angaben zufolge profitierte der Fonds unter anderem von seinem etwa 20-prozentigen Anteil an Femdwährungsanleihen, die aufgrund der Euro-Schwäche Währungsgewinne eingespielt hätten. Der Fonds investiert ausschließlich in Anleihen, deren Emittenten eine Kreditnote von mindestens "BBB" aufweisen, und der mit dem Großteil seiner Mittel sogar in Anleihen erstklassiger Bonität, wie beispielsweise Staatsanleihen, investiert sei.

Außerhalb des Euroraumes sei er mit 15% der Gelder in US-Dollartiteln investiert, außerdem in Papieren der osteuropäischen Beitrittskandidaten Polen und Ungarn. Erst wenn sich die momentane Stabilisierung des Euros gegenüber dem US-Dollar als nachhaltig herausstelle, wolle er die Dollarposition verringern. Im Gegenzug könne er sich vorstellen, weitere Rententitel zu kaufen, die auf Zloty oder Forint lauten würden.

Im Unterschied zum Rentenfonds der Bayern LB International legt der mit einem Plus von 4,31% auf Platz 84 rangierende Trinkaus Corporate Bond Europa ausschließlich in Unternehmensanleihen ("Corporates") an. Dabei stecken bei neutraler Ausrichtung 70% der Fondsmittel im Bereich "Investment-Grade", also in Bonitäten von mindestens "BBB-", 30% in den Bonitätsgruppen "BB+" und schlechter, also in Hochzinsanleihen.

Gerade die Hochzinsanleihen litten zuletzt unter Kursverlusten, was die Platzierung des Fonds erklärt. Schon im März bzw. April reduzierte Fondsmanager Peter Becker nach eigenen Angaben den Anteil der Hochzinsanleihen von "neutral" auf "untergewichtet". Mittelfristig blieben die Risiken in diesem Anlagesegment hoch.

"Anleihen von Telekommunikationsfirmen sollte man besser meiden und lieber auf die stabileren Titel aus den Industriesektoren setzen", betont Becker. Positiver ist er für das Segment der Investment-Grade-Unternehmensanleihen gestimmt, wo er derzeit rund 75% der ihm anvertrauten Mittel angelegt habe.

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