Wertentwicklungsanalyse für Aktienfonds mit Schwerpunkt Telekommunikation und Medien
Vodafone ist wieder Fondsmanagers Liebling

Walter Holick hat sich festgelegt. Der Manager des DWS Telemedia setzt fast die Hälfte der Anlegergelder auf Aktien von Telekomdienstleistern im Mobilfunk- und Festnetzbereich. Das DWS-Produkt erreicht mit einem Zwölfmonats-Verlust per Ende Januar von 34,41 Prozent immerhin den fünften Platz unter 45 Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Telekom - und Medienwerte.

HB/vwd FRANKFURT/M. "Wegen einer möglichen Eskalation im Irak-Konflikt und einer schwachen Wirtschaftsentwicklung erscheinen Telekomwerte als ein im Vergleich zu anderen Sektoren defensives Investment", sagt Holick. Außerdem führten die Unternehmen aus diesem Sektor ihre Verschuldung zurück, was ebenfalls vorteilhaft sei.

Verizon Communications, der größte Festnetz- und Mobilfunk-Telekomdienstleister in den USA, ist mit fast neun Prozent Anteil am Fondsvermögen die größte Position, gefolgt von Vodafone mit acht Prozent und dem Medienwert Viacom mit sieben Prozent. "Viacoms operatives Geschäft läuft derzeit gut", sagt Holick, "aber Querelen um die Vertragsverlängerung von Mel Karmazin, der Nummer zwei im Unternehmen, belasten den Kurs". Holick erwartet bald eine Lösung des Konflikts.

Andreas Schaller, Fondsmanager des UBS (Lux) Equity Fund - Telecom, findet seine defensiven Anlagen unter lokalen wie globalen Telekom-Serviceanbietern. Das Produkt der UBS belegt mit einem Minus 35,45 Prozent den sechsten Platz in der Rangliste. "Bei der Analyse der Einzelwerte achten wir auf den Cash-Flow sowie die Qualität und Kompetenz des Managements", erklärt Schaller. Diese Werteinschätzung werde dann mit dem tatsächlichen Kurs verglichen.

Die größten Positionen des UBS-Fonds sind laut Schaller Vodafone, SBC Communications und Verizon Communications mit jeweils rund zehn Prozent Anteil am Fondsvermögen. Auch die US-Telefongesellschaft Bellsouth Corp. mit sechs Prozent und die japanische NTT DoCoMo mit fünf Prozent zählen zu Schallers Favoriten. "Alle haben einen hohen Marktanteil, weisen starke Bilanzen aus und generieren hohe Cash-Flows", begründet Schaller seine Wahl. Der Telekom-Sektor stimmt ihn optimistisch: "In einem wirtschaftlich unsicheren Umfeld können die interessant bewerteten Serviceanbieter gegenüber anderen Anlagen überzeugen."

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