Wertentwicklungsanalyse gemischter Fonds mit offensiver Anlagestrategie
Universal-Investment vertraut auf deutsche Aktien

Die Konjunkturängste, die viele Marktteilnehmer in letzter Zeit zu fast panischen Aktienverkäufen veranlassten, teilt man bei der Universal-Investment nicht. Laut Markus Neubauer, Geschäftsführer bei Universal-Investment, sollten mittel- bis langfristig orientierte Anleger die aktuell günstigen Bewertungsniveaus vieler Aktien zum Einstieg in qualitativ gute Werte nutzen.

HB/vwd FRANKFURT/M. Neubauer verantwortet den Fiduka-Universal-Fonds I mit derzeit 95-prozentiger Aktienquote. Nur 5 % der Gelder sind nach seinen Angaben in Anleihen angelegt, derzeit ausschließlich in variabel verzinslichen Titeln (Floater). Der Fonds kommt mit einem Zwölfmonats-Wertgewinn per Ende Februar von 0,45 % auf den fünften Rang unter 54 gemischten Fonds mit offensiver Ausrichtung. "Offensiv" bedeutet, dass diese Fonds generell den Schwerpunkt auf die Aktienanlage legen.

Vertrauen in Telekom wurde bestraft

"Wir haben im vergangenen Jahr rechtzeitig auf defensive Werte aus dem Konsumgüter-, Versicherungs- und Pharmabereich gesetzt, und gleichzeitig Technologie- und Telekom-Aktien abgebaut", erklärt Neubauer. Kürzlich habe das Universal-Investment-Fondsmanagement nun aber begonnen, die Quote an Technologie- und Telekom-Aktien - derzeit rund 18 % - wieder aufzustocken. Diese Strategie wolle man sukzessive fortführen, bis der Anteil dieser Werte bei etwa einem Drittel des Fondsvermögens liege. Denn viele Technologie- und Telekom-Werte seien jetzt günstig bewertet und böten daher gute Chancen, während defensive Titel zum großen Teil inzwischen relativ teuer seien. Prominent vertreten sei der Fiduka-Fonds derzeit in den Bereichen Halbleiter, Versicherung, Automobil- und Maschinenbau.

Innerhalb der Triade USA, Europa, Japan favorisiere man klar Europa und hier wiederum Deutschland. Denn der inländische Aktienmarkt, der derzeit mit rund 38 % im Portfolio vertreten sei, habe zuletzt besonders stark gelitten und dürfte von der erwarteten Erholung daher auch am stärksten profitieren, so Neubauer weiter. Für Engagements am deutschen Aktienmarkt sprächen zudem ein stimmiges inländisches Konjunkturbild sowie günstige steuerliche Einflussfaktoren. Zu den favorisierten Titeln zählten Allianz und Bayer, die momentan mit über 2 % bzw. mehr als 3 % im Fonds vertreten sind. Unter den internationalen Werten gehörten Samsung Electronics mit fast 5 % sowie IBM und Philip Morris mit jeweils 3 % zu den größten Positionen.

Der Pro-Plus-Universal-Market-Trader-Fonds, ebenfalls aus dem Hause Universal, liegt mit einem Verlust von 33,73 % nur auf Platz 52. Der Fonds konzentriert sich auf europäische Value-Werte, günstig bewerteten Titeln aus eher traditionellen Wirtschaftsbereichen. Grund der schlechten Performance: Das Universal-Fondsmanagement wich von der generellen Value-Ausrichtung im vergangenen Jahr stärker ab und investierte vermehrt in Standardwerte aus dem Technologiesektor, wie zum Beispiel Ericsson, was sich im nach hinein als falsch herausstellte.

Rückkehr zu den Standardwerten

"Zudem hatten wir verstärkt kleinere und mittlere Werte im Portfolio dieses sonst eher auf große Aktien ausgerichten Fonds, was im Rückblick ebenfalls falsch war", räumt Oliver Harth ein, der für den Pro-Plus-Fonds bei Universal verantwortlich ist. Inzwischen habe man bereits einige der kleineren und mittleren Aktien verkauft und im Gegenzug Standardwerte erworben. Noch vorhandene Nebenwerte würden in nächster Zeit sukzessive zu Gunsten von Blue Chips abgebaut.

Auch in diesem Fonds liege das Schwergewicht bei inländischen Titeln. Derzeit sind laut Harth knapp 70 % der Gelder am heimischen Aktienmarkt investiert. An zweiter Stelle bei der Ländergewichtung folge Frankreich mit etwas über 10 %. Die restlichen Fondsmittel verteilten sich auf Aktienengagements in Finnland, Portugal, der Schweiz, Schweden und den Niederlanden. Nach Branchen liege der Schwerpunkt schon seit längerem bei Technologietiteln mit 35 % Anteil an den Fondsmittel. Zu den Titelschwergewichten gehörten Nokia mit fast 7 %.

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