Wertentwicklungsanalyse: International anlegende Aktienfonds
Gute Performance mit Eni-Aktie

"Ganz konnten wir uns den Verlusten bei Technologieaktien nicht entziehen, aber eine gewisse Vorsicht gegenüber einigen Unternehmen aus diesem Segment hat uns geholfen", erklärt Thomas Meier. Der Fondsmanager des UniGlobal von Union Investment liegt mit einem Zwölfmonats-Wertverlust von 29,02 Prozent per Ende September ganz vorne im Konkurrenzvergleich der größten internationalen Aktienfonds.

HB/vwd FRANKFURT/M. Unter den insgesamt 303 angebotenen Produkten mit dieser Ausrichtung bedeutet das immerhin noch Rang 53.

Meier räumt ein, dass er bei Technologie-Marktführern wie Sun oder Cisco zu früh wieder eingestiegen ist: "Wir haben die Auswirkungen der Konjunkturschwäche auf diese Unternehmen unterschätzt." Positiv ausgewirkt habe sich dagegen, "dass wir die Ölpreisentwicklung relativ gut vorausgesehen haben". Als Beispiel nennt Meier die italienischen Energiegruppe Eni, die nicht nur von steigenden Ölpreisen profitiert habe: "Hier kam es zu einer Neubewertung, so dass wir eine gute Wertentwicklung einfahren konnten."

Ebenfalls gut gelaufen sei der Tabak-Sektor. "Anfang 2000 kam es zu einer krassen Unterbewertung wegen der Prozessrisiken, so dass hervorragende Unternehmen zu Schnäppchenpreisen erworben werden konnten. Das Bewertungsniveau ist noch immer attraktiv, es gibt sogar noch etwas Luft nach oben", glaubt Meier Aktuell sei mit einem Anteil von drei Prozent der US-Tabakkonzern Philip Morris der größte Einzelwert im Portfolio. Es folge mit über zwei Prozent der US-Finanzkonzern Citigroup. "Den Allfinanz-Gedanken hat die Citigroup schon sehr erfolgreich umgesetzt", sagt Meier.

Auf US-Werte entfielen aktuell 41 Prozent des Fondsvermögens. "Gegenüber unserem Vergleichsindex MSCI Welt sind wir damit in US-Titeln untergewichtet", sagt Meier. "Gerade bei Nebenwerten sehen wir mehr Chancen in Europa." Daher habe er Aktien aus der Eurozone mit einem Anteil von 26 Prozent deutlich übergewichtet. Auf den asiatischen Raum entfielen 12 Prozent der Gelder. Die Investitionsquote will er angesichts des "attraktiven Bewertungsniveaus" weiter hoch halten, bei der nächsten Investitionswelle aber verstärkt in konjunktursensible Branchen investieren.

Der ACM Global Growth Trends Portfolio wird von der Aktienresearch-Abteilung der US-Fondsgesellschaft Alliance Capital Management (ACM) verwaltet und nicht nur von Portfolio-Manager Norman Fidel allein, wie dieser erklärt. Der Fonds bestehe aus sechs Unterportfolios für Branchen, in denen die ACM-Analysten ein hohes zukünftiges Ertragswachstum erwarteten. Derzeit seien dies die Segmente Gesundheitswesen, Konsumwachstum und Finanzen (Anteil am Fondsvermögen jeweils knapp über 20 Prozent) sowie Kommunikations- und Informationstechnologie (13 Prozent), Energie (zehn Prozent) und Investitionsgüter/Infrastruktur (vier Prozent). Mit einem Zwölfmonats-Verlust von 35,06 Prozent per Ende September rangiert der Fonds unter den 303 insgesamt ausgewerteten Fonds auf dem 123. Rang.

Portfolio-Manager Fidel gibt sich verhalten optimistisch: "Als Folge der Anschläge in den USA kam es zu aggressiven Zins- und Steuersenkungen, die sich auf die konjunkturelle Entwicklung letztlich positiv auswirken sollten." Im Energie-Sektor bestehe Interesse an Chemietiteln und Aktien aus dem Strombereich. Unter den zehn größten Einzelpositionen im Fonds sei der Energiesektor mit Eni (zwei Prozent Anteil am Fondsvermögen) sowie mit Baker Hughes und BP (jeweils rund 1,5 Prozent) vertreten. Im Bereich Gesundheitsfürsorge glaubt Fondsmanager Fidel daran, dass international tätige Unternehmen mit Sitz in den USA von einem sinkenden Dollar begünstigt werden. Der US-Konzern Pfizer sei mit einem Anteil von rund zwei Prozent größter Pharma-Einzelwert.

Größte Finanztitel im Bestand seien die Citigroup mit drei Prozent Fondsquote sowie die Bank of America und die Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) mit einem Anteil von je zwei Prozent. Chancen sehen die ACM-Strategen aber vor allem im Bereich Infrastruktur. Ermutigt durch die jüngsten US-Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft seien zuletzt die Positionen in Unternehmen wie Tyco mit über und General Electric mit knapp zwei Prozent Fondsquote ausgebaut worden. Im Technologiebereich will ACM in günstig positionierte Wachstumsunternehmen investieren. US-Titel sind im Global Growth Trends Portfolio mit einem Anteil von 62 Prozent deutlich übergewichtet.

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