Wertentwicklungsanalyse
Julius Bär setzt auf die Aktien der Marktführer

Riad Younes vom Bankhaus Julius Bär ist stets auf der Suche nach der richtigen Mischung aus jungen Unternehmen mit riskanten Wachstumsaussichten und etablierten High-Tech-Firmen mit relativ stabilen Kursen.

HB/vwd FRANKFURT/M. Minus 30,63 % ist das Ergebnis dieses Balanceaktes im Rückblick auf die vergangenen 12 Monate per Ende November. Das bringt für den JB Multistock Infotech Stock Fund-Global B im Vergleich mit 39 vergleichbaren Fonds den dritten Platz.

"Die Nasdaq-Aktien sind trotz der hohen Kursverluste immer noch zu teuer und ihr Potenzial nach oben ist begrenzt", sagt Younes. Deshalb verlagerte er das Gewicht in den letzten Wochen zu Lasten der großen Standardwerte. Rund 30 % des investierten Fondsvolumens fallen inzwischen auf die kleinen und mittelgroßen Aktien der High-Tech-Welt. Der Schwerpunkt liegt aber mit 70 % nach wie vor bei den Standardwerten.

Younes ist immer den Marktführern auf der Spur. Auf ein einziges Unternehmen setzen oder die Finger von der Branche lassen, ist seine Devise - "The winner takes it all". Reine Internetfirmen interessieren Younes nicht. Besonders positiv sieht er den Mobilfunk, etwa Vodafone. Bei den Handy-Herstellern, verdiene eigentlich nur Nokia wirklich Geld. Bei den Chipherstellern überzeuge Arm Holdings als Marktführer bei Prozessoren für Mobiltelefone.

Anders als Younes legt Markus Steinbeis von Activest fast ausschließlich in US-Aktien an. Vor allem Werte aus dem Nasdaq 100 interessieren ihn. Der von ihm betreute ALLpens-Dynamik AI aus dem Hause der Hypo-Vereinsbank-Investmentgesellschaft musste im 12-Monats-Rückblick einen Wertverlust von 38,17 % hinnehmen. "Wir waren bis Ende September eher defensiv orientiert, womit wir richtig lagen", meint der Fondsstratege zum siebten Platz seines Fonds in der Performance-Rangliste. Die Barreserve hätte allerdings höher sein können, gibt er zu.

Weil er die Konjunkturentwicklung in den kommenen Monaten verhalten optimistisch sieht, setzt Steinbeis verstärkt auf die Chipindustrie. Seine Favoriten: Micron Technologies, Intel, Applied Materials und ST Microsystems. Von der Erholung würden auch Speicherspezialisten wie EMC und Verita sowie die Entwickler von so genannter Enterprise Software wie PeopleSoft profitieren.

Untergewichtet bleibt Steinbeis bei den seiner Ansicht nach überteuerten Telekomausrüstern und bei reinen Internetfirmen. Lediglich an Yahoo und Amazon hält er größere Positionen.

Besonders auffällig ist die größte Einzelposition des Fonds. Der Spielesoftware-Entwickler Electronic Arts ist mit 6,5 % des Fondsvolumens deutlich übergewichtet. Steinbeis sieht für die Spielhersteller goldene Zeiten. Der große Erfolg der neuen Microsoft-Spielkonsole X-Box werde den Trend unterstützen, ebenso Harry-Potter, für den Electronic Arts die Lizenzrechte halte.

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