Wertentwicklungsanalyse offensiv gemanagter Mischfonds
Fondsmanager halten US-Aktien für hoch bewertet

In diesem Jahr wird es mit den Aktien wieder aufwärts gehen - trotz recht hoher Bewertungen. Das glaubt das Fondsmanagement bei Merrill Lynch.

HB/vwd FRANKFURT/M. Dies würde auch dem ML U.S. Capital Allocation Portfolio A gut tun, der im vergangenen Jahr einen Wertverlust von 2,08 Prozent hinnehmen musste. Damit steht das Produkt in der Jahresbilanz 2001 der offensiv gemanagten Mischfonds immer noch auf dem ersten Platz. "Offensiv" bedeutet, dass der Anlageschwerpunkt grundsätzlich bei Aktien liegt.

Schwerpunkt auf großen Unternehmen

Der verantwortliche Fondsmanager Kurt Schansinger muss nach eigener Darstellung überwiegend Titel erwerben, die von US-Emittenten ausgegeben werden. Fast zwei Drittel der Gelder seien in US-Aktien investiert, ein bedeutender Teil auch in US-Anleihen. Er setzt den Schwerpunkt der Aktienanlage auf große, international tätige Unternehmen wie Citigroup, IBM oder American International Group.

Den zweiten Platz belegt mit einem Verlust von 4,04 Prozent der in internationale Wertpapiere anlegende Fiduka-Universal-Fonds I der Universal Investment. Nach Darstellung von Universal-Geschäftsführer Markus Neubauer könne - wie beim Merrill Lynch-Fonds - sowohl der Aktien- als auch der Anleihen-Anteil bei diesem Investmentprodukt entsprechend der jeweiligen Marktsituation bis zu 100 Prozent ausmachen.

Zurzeit weise der Fonds einen Dividendentitelanteil von 85 Prozent auf, sagt Neubauer. Besonders positiv hätten sich dabei Samsung Electronic, Dell Computer und Schering entwickelt. Aktuell seien Titel aus Deutschland und anderen europäischen Ländern sowie aus den aufstrebenden Märkten übergewichtet. Nicht so stark im Fonds vertreten sind US-Aktien, die man vielfach wieder für relativ hoch bewertet halte.

Zurückhaltung bei Telekom-Werten

Zurückhaltend sei man insbesondere bei Telekom - und Technologieaktien, sagt der Fondsmanager. In Japan bestünde wegen der ungelösten Bankenkrise des Landes derzeit sogar überhaupt kein Aktienengagement. Auf Sektorebene liege der Schwerpunkt bei Werten aus den Bereichen Versicherung, Pharma inklusive Biotechnologie, Öl sowie Konsumgüter. Für die Übergewichtung Europas spreche das vorhandene Restrukturierungspotenzial. So biete etwa die Steuerreform in Deutschland mit der Regelung, Beteiligungen steuerfrei zu verkaufen, einigen Unternehmen große Möglichkeiten, sagt Neubauer.

Geplant sei die Aktienquote in nächster Zeit etwas zu reduzieren und dafür die Kassequote von aktuell 10 Prozent noch leicht auszubauen, erklärt Neubauer. Zuletzt bereits abgebaut habe man den Anteil an zuvor stark im Kurs gestiegenen Technologiewerten. Allerdings wolle man die Liquidität wieder reinvestieren, wenn man geeignete Kaufkandidaten - vorzugsweise substanz- und renditestark - finde. Mit einem Kursanstieg auf breiter Front in den nächsten Monaten sei aber nicht zu rechnen. Für besonders aussichtsreich schätze man die Aktien des koreanischen Mischkonzerns Samsung Electronics, des US-Unternehmens Philip Morris sowie der inländischen Unternehmen Allianz und RWE ein. In diesen Werten steckten zusammen gut 15 Prozent der Fondsmittel, sagt er.

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