Wertentwicklungsanalyse offensiv gemanagter Mischfonds
Nestlé-Aktie sind für Swissca erste Wahl

Verlustminimierung ist in schwierigen Börsenzeiten oberstes Gebot. Deshalb setzen viele Fondsmanager auf Standardwerte, die vergleichsweise geringe Risiken beinhalten. Zu den Favoriten zählen beispielsweise Aktien wie Roche und Novartis aus der Schweiz, aber auch die deutschen Werte Siemens und Allianz.

HB/vwd FRANKFURT/M. Der Swissca-Fondsmanager Dieter Galli setzt im Aktienbereich vor allem auf substanzhaltige Titel. Sie seien relativ günstig bewertet, sagt er. Eine generelle Übergewichtung von Aktien im Mischfonds Swissca Valca lehne er aber wegen seines skeptischen Konjunkturausblickes ab. In dem von ihm gemanagten Fonds machten Aktien 68 % des Volumens aus. In den zwölf Monaten per Ende April kommt das Produkt der schweizerischen Kantonalbanken auf einen Wertverlust von 4,05 %. Das bedeutet Rang vier unter 68 offensiv gemanagten Mischfonds. "Offensiv" heißt, dass diese Fonds zwar in Aktien und Renten anlegen dürfen, der Schwerpunkt im Normalfall aber bei der Aktienanlage liegt.

Innerhalb des Aktienanteils berücksichtigt Galli laut eigenen Angaben Werte aus der Schweiz etwas stärker. Über die Hälfte der Aktiengelder entfalle auf eidgenössische Titel, darunter Index-Schwergewichte wie Roche, Novartis, Nestlé und UBS. Die zweite Hälfte sei auf Europa konzentriert. In Nordamerika und Japan bestünden mit jeweils knapp 2 % nur vergleichsweise geringe Engagements.

Auf Branchenebene favorisiert er so genannte Value-Werte (substanz- bzw. werthaltige Titel), die ein niedriges Kurs/Buchwert-Verhältnis aufweisen. Beispiele seien die Aktien des Schweizer Chemiefirma Lonza sowie der ebenfalls eidgenössische Teppichhersteller Forbo bzw. der Verpackungshersteller SIG.

Da bei neutraler Ausrichtung des Swissca Valca 65 % aller Wertpapiere auf den Schweizer Franken lauteten, seien eidgenössische Titel normalerweise auch auf der Rentenseite des Fonds prominent vertreten. Laut Galli sind zurzeit 10 % der Mittel in Schweizer-Franken-Anleihen investiert. Dazu kämen insgesamt 13 % Titel in US-Dollar, Euro und Pfund.

Mit einem Verlust von 7,07 % rangiert der Trend Universal-Fonds-Global auf Platz sieben. Der Fonds orientiert sich laut Universal-Investment-Geschäftsführer Bernd Wagner bei seiner Zusammensetzung an keiner Indexmesslatte. Er lege weltweit jeweils dort an, wo das Universal-Fondsmanagement gerade die größten Chancen sehe. Derzeit liege der Aktienanteil bei hohen 78 %. Die Anleiheposition von rund 18 % bestehe ausschließlich aus der zehnjährigen Bundesanleihe. Der Rest sei Liquidität. Innerhalb des Aktienportfolios sei Europa über-, die USA dagegen deutlich untergewichtet. Dahinter stecke die Erwartung eines schwächeren Dollars.

Deutsche Standardwerte bildeten einen Schwerpunkt, darunter Siemens, Allianz und Deutsche Bank mit 15 % Fondsquote. Auch Goldaktien seien mit etwa 10 % vertreten. Mit über 7 % der Fondsgelder sei der kanadische Minenbetreiber Barrick Gold der größte Einzelwert. Die Übergewichtung des Goldsektors basiere vor allem auf dem herrschenden Missverhältnis zwischen Goldangebot und-nachfrage.

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