Wertentwicklungsanalyse: Rentenfonds für Euro-Titel mit kurzen Laufzeiten
Österreicher vertrauen auf variabel verzinsliche Anleihen

Günther Schupp, Anleiheexperte der österreichischen Gesellschaft Erste-Sparinvest, rechnet in den nächsten Monaten am Euroland-Rentenmarkt nicht mit wesentlichen Änderungen der kurzfristigen Zinsen. Deshalb bleibt er optimistisch. Da er entgegen der allgemeinen Marktmeinung zumindest in Euroland in diesem Jahr nicht von einer nennenswerten Konjunkturerholung ausgehe, sehe er zu einem späteren Zeitpunkt wieder Spielraum für Zinssenkungen.

HB/vwd FRANKFURT/M. Schupp steuert für die ebenfalls aus Österreich stammende Carl Spängler Investmentgesellschaft den Spängler CashTrust A. Das Produkt kommt unter 77 Euro-Rentenfonds für Anleihen mir kurzen Laufzeiten dank eines Zwölfmonats-Wertgewinns per Ende Januar von 5,13 % auf Rang sechs.

Zur Wertentwicklung haben laut Schupp maßgeblich die so genannten Floater beigetragen. Für diese variabel verzinslichen Produkte sei charakteristisch, dass ihre Kupons im sechsmonatigen oder jährlichen Rhythmus in der Regel mit Abschlägen bis 0,375 Prozentpunkten an die Rendite der österreichischen Bundesanleihen angepasst würden. "Ein relativ hoher Kupon, aber ein Zinsrisiko von maximal zwölf Monaten", fasst Schupp den Hauptvorteil dieser Titel zusammen. Zurzeit habe er 44 % des Fondsvermögens in Floater von österreichischen Emittenten wie der Kärntener Landeshypothekenbank investiert.

Mit 42 % sei er in AAA-gerateten Euro-Anleihen mit bis zu dreijähriger Restlaufzeit engagiert. Dabei liege auch hier das Hauptaugenmerk auf österreichischen Papieren, die momentan in diesem Laufzeitenbereich gegenüber deutschen Bundesanleihen Renditevorteile von bis zu 0,10 Prozentpunkten aufwiesen. Die Barquote liege bei 12 %.

Mit einem Wertgewinn von 4,88 % rangiert der Allianz Mobil-Fonds der Allianz Kapitalanlagegesellschaft auf Platz neun. Fondsmanager Andreas Berndt findet nach eigenen Angaben unter Ertrags/Risiko-Gesichtspunkten vor allem höher verzinsliche Produkte interessant. So hätten Pfandbriefe bei sehr niedrigen Wertschwankungen Renditevorteile gegenüber deutschen Bundesanleihen von rund 0,20 Prozentpunkten. Mit dem Allianz Mobil-Fonds setze er auf eine Pfandbriefquote von 50 %, wobei er sich bevorzugt in zwei- bis vierjährigen Titeln von Emittenten wie der Depfa, der DG Hyp oder der Deutschen Hypothekenbank engagiere.

Im mit 37 % im Portfolio gewichteten Staatsanleihenbereich bildeten deutsche Bundesanleihen mit Laufzeiten um zwei Jahre den Schwerpunkt. Beigemischt habe er Staatspapiere Italiens, Österreichs und Spaniens mit laufzeitabhängigen Renditevorsprüngen von aktuell bis zu 0,20 Prozentpunkten.

Die Quote der risikoreicheren Unternehmensanleihen sei auf 11 % erhöht worden. Zugekauft habe er zuletzt insbesondere im Telekommunikationsbereich: "Wir mögen British Telecom und Telecom Italia."

Die folgende Übersicht zeigt die besten Fonds des Jahres 2001: Tabelle

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