Wertentwicklungsanalyse
Union Investment und SEB setzen auf Auto-Titel

HB FRANKFURT/M. Die Manager der größten deutschen Aktienfonds reagieren auf die Talfahrt an den Börsen unterschiedlich: Während die einen wieder einsteigen, warten die anderen mit Cash und defensiven Werten ab. Union Investment hält die Aktienmärkte auf dem derzeitigen Niveau für überverkauft. Deshalb heißt es bei der zur genossenschaftlichen Bankengruppe gehörigen Gesellschaft: Cash abbauen und "auf breiter Front" Aktien kaufen. Dies beherzigt auch Hans-Joachim König, der für den UniFonds verantwortlich zeichnet. Unter den zehn größten deutschen Aktienfonds liegt er mit einem Zwölfmonats-Wertverlust von 11,23 % per Ende Mai auf einem der vorderen Ränge. Im Gesamtklassement von 131 deutschen Aktienfonds bedeutet es Rang 21.

"Wir haben unsere Position in BMW aufgestockt und auch die starken Verwerfungen bei der T-Aktie zum Kauf genutzt", erklärt König seine aktuellen Umschichtungen. Die Probleme beim ehemaligen Monopolisten seien bekannt. Er glaube jedoch, dass mit Immobilienverkäufen und Kostensenkungen die Schulden bei der Telekom abgebaut werden könnten. Die Aktie macht inzwischen über 5 % am Fondsvermögen aus. Übergewichtet ist der UniFonds im Automobilsektor. Als Favoriten nennt König die BMW-Aktie mit einer Fondsquote von über 3 %. Er sei von der Modellpalette der Münchener überzeugt.

Vorsichtiger agiert Axel Zeuner, Manager des SEB Invest Aktienfonds, der unter den zehn größten deutschen Aktienfonds auf dem letzten Rang liegt. Er will das Fondsvermögen nach eigenen Angaben im turbulenten Markt mit der Übergewichtung defensiver Werte schützen. "Als der Dax die Marke von 4 450 Punkten durchbrach, haben wir Technologietitel wie Siemens und SAP deutlich untergewichtet, dafür RWE und E.ON gekauft", erläutert der SEB-Invest-Manager. Er werde das Portfolio wieder umschichten, wenn der Dax erneut Richtung 4 500 Punkten steige.

Wie König hat auch Zeuner nach eigenen Angaben den Automobilsektor übergewichtet. Sein Favorit ist die Aktie von Daimler-Chrysler, die über 9 % des Fonds ausmacht. Offenbar verlaufe die Umstrukturierung bei Chrysler erfolgreich.

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