Wertentwicklungsanalyse
Viacom ist liebstes Kind der Anlagestrategen

Im dritten Quartal wird sich die US-Wirtschaft erholen und damit das Anzeigengeschäft der Medienkonzerne wieder in Schwung bringen.

HB/vwd FRANKFURT/M. Das glaubt Fondsmanagerin Arlene Glennan von Credit Suisse Asset Management. Sie hofft deshalb auf ein Comeback der Medienaktien. Der von ihr betreute CS Equity Fund (Lux) - Global Media B führt die Jahresbilanz 2001 der Aktienfonds für Werte aus dem Telekom - und Medienbereich mit einem Wertverlust von 7,49 % an.

Dass der Fonds sich vergleichsweise gut hielt, begründet sie mit der Ausrichtung auf Medienwerte. Telekomwerte und-ausrüster wie Cisco, Nortel, Nokia - in die sie nicht investiere - hätten dramatische Kursstürze verzeichnet. Besonders hoffnungsfroh sei sie für den US-Mediengiganten Viacom und für Clear Channel Communications, die die Hälfte ihrer Umsätze durch Werbung erzielten und deshalb während der Konjunkturflaute extrem im Kurs gefallen seien.

Viacom sei mit einem Depotanteil von rund 10 % der wichtigste Einzelwert. Sie erwarte von dem Unternehmen, das unter anderem die Fernsehsender CBS und MTV besitze, ungeachtet der schlechten Unternehmenszahlen im vergangenen Jahr spürbare Gewinnsteigerungen. Impulse für die Firma erhoffe sie sich auch von den Olympischen Winterspielen. Zudem habe Viacom die Kosten deutlich gesenkt.

Deutlich untergewichtet habe sie dagegen AOL Times Warner, deren Aktie mit einem Anteil von über 9 % die Nummer zwei im Fonds sei. Das Unternehmen habe zu lange an seinen Prognosen fest gehalten, kritisiert die Managerin.

Verluste bei Telekom - und Technologieaktien

In einer ähnlichen Lage befand sich UBS-Fondsmanager Jan Peterhans: Der von ihm gemanagte UBS (Lux) Equity Fund - Multimedia ist ebenfalls auf den Mediensektor beschränkt und konnte demzufolge die hohen Verluste bei Telekom - und Technologieaktien vermeiden. Mit einem Verlust von 15,52 % kommt er auf Platz zwei. "Wir waren im vierten Quartal 2001 in AOL Time Warner untergewichtet und übergewichtet in Viacom und Reed Elsevier", erläutert der UBS-Mann den relativen Anlageerfolg. Er erwarte eine eher "gemächliche" Erholung im Medienbereich.

Peterhans nennt ebenfalls Viacom mit einer Fondsquote von rund 10 % als größten Einzelwert. Das liege auch an der defensiven Qualität: "Viacom kann in Zeiten wirtschaftlicher und anzeigenmäßiger Schwäche seine Konkurrenten schlagen." Gut gefalle ihm auch die Aktie der US-Medienagentur Omnicom. Zugegriffen habe er ebenfalls bei den Aktien von Walt Disney.

Die Tabelle enthält keine Fonds-Ratings. Da die Produkte erst seit kurzer Zeit angeboten werden, wäre eine vergleichende Bewertung wenig aussagekräftig.

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