Wertentwicklungsanalyse weltweit anlegender Rentenfonds
Schwellenländer gelten als attraktive Schuldner

Die Kurse erstklassiger Anleihen werden bald fallen. Mit dieser Trendwende rechnet Peter E. Huber von der unabhängigen Frankfurter Investmentgesellschaft StarCapital. Er betreut den StarCap Argos, in dem er wegen seiner skeptischen Rentenmarkteinschätzung die Laufzeitenstruktur verkürzt hat.

HB/vwd FRANKFURT/M. Bisher ist seine Politik außerordentlich erfolgreich. Dank eines Zwölfmonats-Wertgewinns von 11,03 % per Ende Januar führt Huber das Konkurrenzfeld von 187 international anlegenden Rentenfonds mit deutlichem Vorsprung an.

Der Manager begründet seine Zinsmeinung zum einen mit der Gefahr einer weltweit ansteigenden Inflation. Zum anderen würden auch die Staaten ihre Ausgaben wieder erhöhen. Deshalb erwarte er, dass mit Anleihen unterhalb eines "BBB"-Ratings in diesem Jahr mehr zu verdienen sei als mit Investmentgrade-Anleihen. Für besonders aussichtsreich halte er zum einen Schwellenländer-Anleihen, etwa aus Brasilien oder Venezuela, wo sich die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen verbesserten. Zum anderen gefielen ihm Anleihen solcher Firmen, die wie die Deutsche Telekom "ernsthafte Fortschritte beim Schuldenabbau" machten. Die aktuelle Fondsquote dieser Titel mit 15 % wolle er aber nicht weiter erhöhen. Ebenfalls aus Risikogründen halte er nur 5 % der Gelder im Dollar-Raum.

Im US-Dollar-Bereich unter- und im Gegenzug im Euro-Bereich mit derzeit etwas über 70 % übergewichtet ist auch der Pro Fonds (Lux) Inter-Bond B. Das Produkt belegt mit einem Plus von 9,28 % Platz vier. "Wir sehen den US-Dollar schon seit einiger Zeit zur Schwäche neigen und haben deshalb den gesamten Dollar-Block auf 14 Prozent reduziert", erklärt Fondsmanager Gottfried Heller, der auch Chef der Fiduka Depotverwaltung, München, ist.

Eine weitere wichtige "Weichenstellung" für das Pro Fonds-Produkt gab es laut Heller im Herbst vergangenen Jahres. "Da kauften wir BBB-Anleihen, die zu dieser Zeit sehr günstig waren, zu". Rund 14 % der Fondsmittel seien in diese Titel investiert worden. Seit Herbst vergangenen Jahres habe er auch von Staats- in Unternehmensanleihen umgeschichtet. Inzwischen seien sogar weitaus mehr Firmentitel als Regierungsanleihen und Festverzinsliche von supranationalen Emittenten im Fonds. Grund: Er rechne bei Staatstiteln mit fallenden Kursen.

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