Wertpapiere steigen um zehn Prozent
Software-Aktien von Übernahmespekulationen beflügelt

Übernahmespekulationen haben die Aktien des Softwareunternehmens Software AG Händlern zufolge am Freitag beflügelt.

Reuters FRANKFURT. "Es gibt Spekulationen, dass PeopleSoft nach der Übernahme von J.D. Edwards jetzt auch Software AG übernehmen will. Das würde schon passen, weil Peoplesoft in Europa nicht so präsent ist", sagte ein Händler. Union-Investment-Fondsmanager Andre Köttner fügte hinzu, es gebe oft Übernahmespekulationen bei der Software AG und das Management sei auch bereit, zu verkaufen, so dass das Gerücht wahr sein könnte. "Nach Peoplesoft und J.D. Edwards spekulieren die Leute, wer als nächstes kommt", sagte Köttner. Die Bewertung der Software-Aktie sei wirklich günstig, aber dies habe schon für den letzten Monat und sogar das letzte halbe Jahr gegolten.

Die im TecDax notierten Software-Aktien stiegen am Freitagvormittag um rund zehn Prozent auf 13,85 Euro. In den vergangenen drei Handelstagen hatten die Papiere von Deutschlands zweitgrößtem Softwarekonzern um mehr als 35 Prozent zugelegt. Ein Sprecher der Software AG sagte, dem Unternehmen sei nichts dazu bekannt. "Es ist keiner an uns herangetreten.

Abgesehen davon sehe sich die Software AG nicht als Übernahmekandidat. "Wir sind nicht auf der Suche nach jemanden, der uns übernimmt, sagte der Sprecher. Bei Peoplesoft war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Peoplesoft-Europachef Steve Rowley hatte am Donnerstag gesagt, das Unternehmen wolle nach der Übernahme des Wettbewerbers J.D. Edwards & Co den Abstand zum Konkurrenten SAP weiter verringern. Das wolle die Gesellschaft vor allem mit organischem Wachstum und Akquisitionen erreichen. Zu möglichen Übernahmen in Europa wollte er sich nicht äußern. Er sagte lediglich, Peoplesoft wolle international schneller wachsen als in den USA. In einem Interview mit der "Financial Times Deutschland" (Freitagausgabe) sagte Peoplesoft-Chef Craig Conway, das Unternehmen plane zwar weiterhin die Übernahme einer europäischen Firma. Er schränkte allerdings ein: "Ich möchte jemanden kaufen - aber nicht demnächst." Jetzt erfordere die J.D. Edwards-Übernahme viel Aufmerksamkeit.

Peoplesoft hatte am Montag angekündigt, J.D. Edwards für 1,7 Milliarden Dollar übernehmen zu wollen. Durch den Zusammenschluss entsteht der nach SAP weltweit zweitgrößte Hersteller betriebswirtschaftlicher Software.

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