Wertschöpfungskette digitaler Informationsdienste
In der Kooperationen liegt die Alternative

Da der Umsatz mit Sprachdiensten an seine Grenzen gestoßen ist und sinkt, ist die Telekommunikationsbranche auf Wachstum durch neue Produktsparten angewiesen. Nach japanischen und koreanischem Vorbild hofft man, mit digitalen Datendiensten die entstehende Lücke füllen zu können.

GÜTERSLOH. Nach umfassenden Investments in Lizenzen und neuer Infrastruktur müssen Telekommunikationsunternehmen jedoch das Kunststück fertig bringen und mit einem Schuldenberg, erforderlichen Restrukturierungen und notwendigen neuen Produktentwicklungen im Segment der Datendienste gleichzeitig jonglieren. Um den Anschluss an die aktuellen Entwicklungen dennoch nicht zu verpassen, sehen sich immer mehr Telekommunikationsunternehmen nach Partnern um, die im Segment der Datendienste innovative Produkte besitzen und die schnellere Verfügbarkeit notwendiger Dienste sowie einen wesentlich geringeren Bedarf an eigenen Investments für deren Entwicklung versprechen.

Lassen Sie uns den Begriff "Datendienste" teilen in Inhalte und Kommunikation, um das Feld möglicher Partner aufzuzeigen. Inhalte werden vorwiegend von klassischen Medienunternehmen (Verlage, Music Labels, etc.) zur Verfügung gestellt, Kommunikationsdienste vielfach durch Internetunternehmen.

Diese Unternehmen bilden in Zukunft gemeinsam mit den Telekommunikationsunternehmen eine Wertschöpfungskette für mobile Datendienste. Die Geschwindigkeit der Abstimmung der Wertschöpfungsprozesse ist hierbei jedoch das Limit der Entwicklung der Branche. Denn Startups, die exakt solche Nischen belegen wollten, mussten aufgrund der immer verzögerten Marktreife Ihrer Geschäftsmodelle aufgeben. Zudem kämpfen Medienunternehmen mit der Krise in ihrem Sektor und besitzen, nach zahlreichen Fehlinvestitionen im Internet, nicht die Ressourcen, die notwendig wären.

Es scheint, als ob das "Timing" für die abgestimmte Lieferung von Datendiensten durch die Anbieter der Netzwerkinfrastruktur, der Inhalte und der Kommunikationsdienste bis hin zu den Anbietern der notwendigen Bezahldienste noch nicht synchron verläuft. Notwendige Informationen stehen nicht zur Verfügung und das Potential, das hinter entsprechenden Diensten steht, kann z.T. noch nicht richtig eingeschätzt werden. Eine Lösung, das "Timing" rasch zu synchronisieren, sehe ich in der Kooperation von Netzwerkbetreibern, mit Unternehmen die bereits digitale Informationsinhalte und-anwendungen vertreiben.

Für die Telekommunikationsunternehmen bietet es sich daher an, die vorhandene Kompetenz der Internetunternehmen zu nutzen, um schnell und effektiv entsprechende Dienste auch auf mobilen Netzen anzubieten. Ich bin fest davon überzeugt, dass der Markt um mobile Datendienste schneller wachsen würde, wenn sich die Telekommunikationsanbieter, die bisher vorwiegend Sprachdienste anboten, und Internet-Unternehmen, die bereits eine Vielzahl von Nutzern in ihren digitalen Informationsdiensten haben, aktiv kooperierten. Kooperationsmöglichkeiten gäbe es genug.

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